Mehrwert mit DSL

TCP Receive Window (RWIN)

Das Transmission Control Protocol (TCP) stellt sicher, dass Informationen korrekt über das Netz transportiert werden. Kommt es zu Fehlern im Netzwerk, sendet ein Rechner seine Daten nach einer bestimmten Zeit noch einmal. Dies wird so lange wiederholt, bis der Sender von der Gegenstelle die Bestätigung erhält, dass sie die Informationen einwandfrei empfangen hat.

Würde der Sender vor dem Verschicken des nächsten Pakets immer auf die Eingangsbestätigung des vorherigen warten, würde das die Übertragung stark verlangsamen. Daher teilt der Empfänger dem Sender beim Verbindungsaufbau die Größe seines Empfangspuffers mit, des so genannten TCP Receive Window (RWIN). Der Sender schickt dann immer so viele Pakete, wie in diesen Zwischenspeicher passen, bevor er auf die erste Eingangsbestätigung wartet. Im Idealfall geht das ganz ohne Verzögerung, weil die Quittung für das erste Paket schon eintrifft, während der Puffer noch gefüllt wird.

Ein zu kleines Fenster wirkt sich ebenso ungünstig aus wie ein zu groß gewähltes. Im ersten Fall stockt der Datenfluss. Im zweiten können mehr Informationen verloren gehen, wenn ein Paket gar nicht oder unvollständig ankommt. Der ideale Wert hängt also besonders von der Leitungsqualität ab. Nützliche Tests zum Analysieren Ihrer DSL-Verbindung bietet beispielsweise DSLReports.com auf seiner Website an.

Alles im Lot: Der Empfangspuffer von 17424 Byte reicht völlig aus.
Alles im Lot: Der Empfangspuffer von 17424 Byte reicht völlig aus.

Standardmäßig verwenden Windows 9x, Me und NT einen Puffer von acht KByte; Windows 2000 und XP reservieren 16 KByte. Bei unseren Optimierungsversuchen brachte ein RWIN-Wert über 17 KByte keinen besseren Datendurchsatz mehr.