Happy Birthday Mac!

Der Reiz des Macintosh

Was aber macht den Reiz des Macintosh aus? Ist es seine Exklusivität? Ohne die Zusammenhänge von 1984 lässt sich diese Frage wohl nicht beantworten. Mit einem 8 MHz schnellen 68000-CISC-Prozessor, 128 KByte Arbeitsspeicher, einem 64 KByte großen ROM und einem 400 KByte fassenden 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk kostete der erste Macintosh 2500 US-Dollar.

Vater und Sohn: Steve Jobs präsentierte 1984 sein Baby mit den Anwendungen Multiplan, MacPaint und MacWrite.
Vater und Sohn: Steve Jobs präsentierte 1984 sein Baby mit den Anwendungen Multiplan, MacPaint und MacWrite.

Viel Geld? Je nachdem. Im Vergleich zum legendären Lisa, der zur Markteinführung 1983 noch mit 10.000 US-Dollar auf der Liste stand, ist der erste Macintosh ein echtes Schnäppchen. Verglichen mit seinen Konkurrenten allerdings war er überzogen teuer. Gegenüber dem IBM-PC, der zwar nur mit 16 KByte RAM daher kam, aber auch nur 1500 US-Dollar kostete, genoss der Mac zwar den Ruf des Stärkeren. Der Preis spielte jedoch schon damals eine wichtige Rolle beim harten Kampf um Marktanteile. Und die schmälerten sich für Apple schon vor dem Macintosh durch die aufkeimende Konkurrenz zusehends.

Urvater: Der legendäre Lisa aus dem Jahr 1978 kostete noch 10.000 US-Dollar.
Urvater: Der legendäre Lisa aus dem Jahr 1978 kostete noch 10.000 US-Dollar.

Im Jahr 1982 sank der Marktanteil von Apple von 29 auf 24 Prozent. Zahlen, von denen man heute bei Apple wohl nur noch träumen kann. Doch liegt darin nicht genau der Reiz der Plattform mit dem einst bunt gestreiften Apfel-Logo? Die immens hohen Preise unterstreichen schließlich den Pioniercharakter der Firma. Und als Pioniere haben sich die Apple-Gründer und -Mitarbeiter schon immer gesehen. Was nicht heißt, dass sie damit nur Erfolge feiern konnten, aber sie waren eben die ersten.