Google Chrome: Autofill-Informationen unter Chrome auslesen

In Googles Browser ist die Autofill-Funktion standardmäßig aktiviert. So merkt sich Chrome die Eingaben in Web-Formulare, etwa die Adresse, und bietet sie später zur automatischen Übernahme an. Die Daten kann man dem Browser entlocken und so nachvollziehen, was man wo eingetippt hat.
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Vorkenntnisse:
Funktioniert mit: Chrome
Foto: tkemot_shutterstock

01Datenbank-Editor DB Browser for SQLite nutzen

Chrome speichert die dazugehörigen Informationen in der Datenbank Web Data in seinem Profilverzeichnis. Unter Windows lautet der Standardpfad %LOCALAPPDATA%\Google\Chrome\User Data\Default. Die Datei lässt sich mit einem passenden Programm, zum Beispiel dem kostenlosen Datenbank-Editor DB Browser for SQLite, öffnen und durchsuchen.

Das Open-Source-Tool besitzt eine GUI und ist auch in einer portablen Variante erhältlich. Dieses Programm einfach von der Herstellerseite herunterladen, ausführen und den Ordner für die extrahierten Dateien angeben. Anschließend können Sie die Software direkt aus dem letzten Setup-Fenster heraus starten.

02Autofill-Informationen in der Datenbank suchen und anzeigen

Jetzt klicken Sie im Datenbank-Editor auf den Button Open Database, geben in der Öffnen-Dialogbox in die obere Zeile %LOCALAPPDATA%\Google\Chrome\User Data\Default ein und drücken Enter. Wählen Sie aus dem Pulldown-Menü All Files, und öffnen Sie die Datei Web Data.

Um die gesuchten Informationen anzuzeigen, wechseln Sie zur Registerkarte Daten durchsuchen und wählen aus der aufklappbaren Liste die Tabelle autofill aus. Bei einer zu großen Zahl an Einträgen ist es wenig sinnvoll, sie manuell zu durchforsten. Wer keine SQL-Abfragen erstellen will, kann die Tabelle als CSV-Datei exportieren, die sich dann zum Beispiel in Microsoft Excel oder Calc von OpenOffice/LibreOffice durchsuchen lässt. (hal)