Der bleifreie PC kommt - aber er wird teurer

Die EU will ab Juli 2006 das umweltschädliche Blei in elektronischen Geräten verbieten. Das klingt nicht dramatisch, wird aber gravierende Auswirkungen für die Herstellung, die Haltbarkeit und den Preis von Geräten haben.
Der ideale "Klebstoff", um elektronische Bauelemente miteinander zu verbinden, ist Lötzinn. Vom Handy bis hin zum Supercomputer sorgt die Legierung aus Zinn und Blei für die optimale elektrische Verbindung. Und genau dieses Lötzinn hat die EU im Visier. Mit einer Verordnung zum Umweltschutz soll das Blei ab Mitte 2006 verboten werden. Denn es ist schädlich für die Umwelt und fällt bei der Verschrottung von IT-Equipment in erheblichen Mengen an.
Die Verordnung hat jedoch weit reichende Konsequenzen für Hersteller, Handel und Verbraucher: Die Produkte werden teurer, die Lebensdauer der Komponenten sinkt, und es wird weiterhin eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Geräten geben.
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