Tipps und Tricks

Ratgeber - Fehler im LAN entdecken

29.06.2013 (aktualisiert) | von Jürgen Hill 
Foto: Jetter AG
Foto: Jetter AG
Netzwerkkabel einstecken und alles funktioniert - leider ist es nicht immer so. Die Fehlersuche kann dann schnell langwierig und nervig sein. Auf welche typischen Fallstricke Sie achten müssen und wie sie diese vermeiden, erläutert dieser Artikel.
In der Theorie funktionieren Netzwerke heutzutage problemlos. Irgendwo steht ein DHCP-Server, der automatisch an die angeschlossenen PCs eine passende IP vergibt. Wer in einem Unternehmen beispielsweise sein Notebook oft in verschiedenen Räumen anstöpselt, schätzt diese automatische Vergabe von IPs.
In vielen Fällen funktioniert der Netzwerkbetrieb, gerade bei einfach aufgebauten Netzen, auch tadellos. Doch mit der Unternehmensgröße wächst auch schnell die Netzwerkkomplexität mit verschiedenen Switches, Segmenten, diversen Servern, Appliances oder NAS-Systemen. Alle Geräte sind im Netzwerk eingebunden und sie bieten oft umfangreiche und komplexe Netzwerkeinstellungen. Ein paar falsche Klicks in den Einstellungen oder ungünstige Default-Werte, und schnell kann das Netzwerk quälend langsam werden oder es funktioniert gleich überhaupt nicht mehr.
Die Fehlersuche im Netzwerk wird schnell komplex, wenn man nicht weiß, wo man anfangen sollte. So paradox es klingt, aber in jedem Netzwerk sollte die Fehlersuche auf der untersten Schicht des OSI-Layers beginnen. Vielleicht hat nur ein Netzwerkkabel einen Ermüdungsbruch erlitten und der Netzwerkkartentreiber funktioniert tadellos.

Praxistipp für die Fehlersuche im Netzwerk

Alles ist sorgfältig verlegt und angeschlossen, dennoch streikt das Netz - eine Applikation funktioniert nicht oder die neue Multimedia-Applikation zickt herum. Wer jetzt bei der Fehlersuche falsch vorgeht, verschlimmbessert womöglich das Problem.
Hier hat D-Link-Senior Consultant Christoph Becker einen Ratschlag parat, der auf den ersten Blick ungewohnt und fast schon paradox klingt: Egal, ob Heimnetz oder Corporate Network, bei der Fehlersuche sollte der User auf der untersten Schicht des OSI-Layers, also im Zweifelsfall mit der Netzebene 1 beginnen und sich dann nach oben arbeiten.
Üblicherweise würde man im Fehlerfall aber wohl genau andersherum vorgehen, denn auf den oberen komplexeren Netzschichten gibt es ja vielmehr Fehlerquellen. Eine Argumentation, die Becker im Prinzip teilt, gleichzeitig hält er aber entgegen: "Und was haben Sie davon, wenn Sie auf den oberen Ebenen den Fehler suchen, in Wirklichkeit aber ein Kabel einen Ermüdungsbruch hat? Sie haben die doppelte Arbeit, weil sie sich oft mit der Fehlersuche auf der falschen OSI-Ebene auch noch ihre Netzeinstellungen zerschossen haben." Er empfiehlt deshalb, sich bei der Suche unbedingt von der untersten OSI-Ebene nach oben vorzuarbeiten und so Fehlerquellen auszuschließen.
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