Windows XP Final

Windows XP hat offensichtlich die finalen Tests überstanden und hat den von vielen lang erwarteten Status RTM erreicht. Bis zum 25.10. laufen die Produktionsmaschinen auf Hochtouren um das 'beste Windows aller Zeiten' in die Regale zu bringen.

Nur ein knappes dreiviertel Jahr nach Windows ME bringt Microsoft bereits sein nächstes Windows auf den Markt: Das in Expertenkreisen lang erwartete Windows XP. Mit Windows XP geht Microsoft endlich davon ab, zwei verschiedene Windows-Produktlinien zu fahren. Auf den ersten Blick scheint das für den Kunden kein nennenswerter Vorteil. Doch die Auswirkungen sind erheblich.

Gerade bei Bugfixes waren Benutzer von Windows 98/Me gegenüber 2000 immer im Nachteil, wie auch die tecChannel-Bugreports zeigen. Dedizierte Servicepacks gibt es für 98/Me überhaupt nicht, und Fehlerbereinigungen sind zumeist nur auf Anfrage beim (kostenpflichtigen) Support erhältlich. Dafür sind für Windows 98/Me Treiber in Hülle und Fülle verfügbar.

Final: Windows XP ist bereits in Produktion. In den USA werden bereits ab Anfang Oktober von einigen PC-Hersteller erste Systeme mit XP ausgeliefert.
Final: Windows XP ist bereits in Produktion. In den USA werden bereits ab Anfang Oktober von einigen PC-Hersteller erste Systeme mit XP ausgeliefert.

Anders dagegen das Bild bei Windows 2000. Regelmäßige Servicepacks und Fixes für schwerwiegende Bugs sind hier leicht zu bekommen. W2K kommt vornehmlich in Firmennetzwerken zum Einsatz und Microsoft will diese Klientel nicht vergraulen. Dafür gibt es an mancher Stelle Engpässe bei der Versorgung mit passenden Treibern, besonders bei Druckern oder Scannern.

Windows XP stellt also allein in dieser Hinsicht eine deutliche Verbesserung dar und zwar für alle Anwender, egal ob Heimuser oder Netzwerkadministrator. Die einen bekommen jetzt bessere Unterstützung und die anderen endlich alle benötigten Treiber.

Hardware-Hersteller werden die neue Situation auch begrüßen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, spart es enorm Kosten, wenn man seine Treiber nur noch für ein Windows schreiben und warten muss. Die frei werdenden Ressourcen lassen sich entweder einsparen oder für andere nützliche Projekte einsetzen, etwa Treiber für das sich immer weiter verbreitende Linux.