Systems 2004: Hoffnungen, aber auch nicht mehr

Mit großen Hoffnungen waren die Veranstalter der Systems ins Jahr 2004 gegangen. Lösungen für die Medienindustrie sollten der schwächelnden Messe Auftrieb verleihen. Doch die Erwartungen wurden nicht erfüllt.

"Es ist Zeit für ein neues Gesicht, einen neuen Auftritt, einen neuen Anspruch." So lautete das Fazit von Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München GmbH, nach Abschluss der Systems 2003 gesagt. Und damit hat er nicht nur das neue Logo gemeint, mit dem die Messe im Osten Münchens künftig auf sich aufmerksam machen will. Dessen Unterzeile "IT.Media.Communications" verrät, in welche Richtung sich die Systems öffnen will: Der neue Themenbereich "Digital Media & Technology" soll nach mehreren Jahren zurückgehender - im besten Fall stagnierender - Aussteller- und Besucherzahlen neue Aussteller und laut Dittrich "ein frisches Publikum" anlocken.

Nettes Ambiente: Früher genügte es, Standflächen zu vermieten. Heute muss die Messegesellschaft den Ertrag der Aussteller maximieren und für die Besucher ein angenehmes Umfeld schaffen.
Nettes Ambiente: Früher genügte es, Standflächen zu vermieten. Heute muss die Messegesellschaft den Ertrag der Aussteller maximieren und für die Besucher ein angenehmes Umfeld schaffen.

Und so waren die Veranstalter in diesem Jahr bestrebt, "klassische Content-Anbieter", also Verlage, Radio- und TV-Sender, "Unternehmen, die nach digitalen Vermarktungsformen suchen" und "ITK-Anbieter, die mittels moderner, digitaler Medien informieren wollen" (Dittrichs Aussagen) zu einem Auftritt auf der Systems zu bewegen. Sie sollen in so genannten "Showcases" (vergleichbar mit Gemeinschaftsständen) zeigen, wie das Zusammenwirken von Medien-Technologien und der klassischen IT aussieht.