Canonical Ubuntu: Per Remote-Desktop von Ubuntu auf Windows-PCs zugreifen

Mit einer Remote-Desktop-Verbindung können Sie über ein Netzwerk zum Beispiel auf die Arbeitsumgebung eines Windows-Rechners zugreifen. Unter Ubuntu lässt sich eine solche Verbindung ohne großen Aufwand konfigurieren. An ein paar Stellen sollten Sie aber trotzdem aufpassen.
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Vorkenntnisse:
Funktioniert mit: Ubuntu Server 14.04 LTS
Foto: frank_peters - shutterstock.com

01RDP-Programm Remmina aufrufen

Alles, was Sie dazu benötigen, hat Ubuntu mit dem Programm Remmina bereits an Bord. Es unterstützt im Gegensatz zum Open-Source-Client rdesktop auch das Remote Desktop Protocol (RDP) v6. Diese RDP-Version ist notwendig, um Rechner mit Windows Vista oder neueren Releases zu erreichen.

Sie finden Remmina über den Dash-Schnellstart, wenn Sie dort nach dem Programmnamen oder Zugriff auf entfernte Arbeitsflächen suchen. Wird das Tool nicht angezeigt, lässt es sich einfach über das Ubuntu Software-Center installieren.

02Remote-Tool Remmina konfigurieren

Das Tool besitzt eine grafische Benutzeroberfläche, die weitgehend selbsterklärend ist. Wenn Sie auf das Icon mit dem grünen Pluszeichen klicken oder den Shortcut Strg+N verwenden, erstellen Sie eine neue Verbindung. Dann geben Sie in dem geöffneten Fenster einen Profilnamen an und tragen die IP-Adresse der Gegenstelle sowie die Login-Informationen, mit denen Sie sich am Remote-PC anmelden, ein. Speichern Sie zum Schluss das Profil, falls Sie es regelmäßig nutzen möchten.

03RDP-Verbindung aufbauen

Nun nur noch auf Verbinden klicken, und nach kurzer Zeit sollte sich der Desktop des Remote-Rechners öffnen. Kommt keine Verbindung zustande, aktivieren Sie auf dem Tab Erweitert unter Sicherheit testweise nicht Verhandeln (Default-Wert) oder RDP, sondern TLS.

04Auf aktuelle Programm-Updates achten

Selbst damit konnten wir aber zu einem entfernten Windows-10-Computer anfangs keine Verbindung aufbauen. Der Fehler ließ sich erst dann beheben, als wir alle vorhandenen Windows-Updates eingespielt und Remmina auf Version 1.2.0 aktualisiert hatten. Auf der Github-Seite finden Sie die genaue Vorgehensweise für das Remmina-Update, das bislang in den offiziellen Ubuntu-Quellen noch nicht enthalten ist.