MS Office: Aktivieren statt Registrieren

Microsoft hat Details zur Aktivierung künftiger Office-Versionen genannt. Der Softwarekonzern zielt damit vor allem auf vermeintliche Raubkopierer in Unternehmen.

Microsoft führt mit Office XP (2. Quartal 2001) und Windows XP (vermutlich 4. Quartal 2001) einen neuen Kopierschutz ein, was viele User empört. So versagt die neue Office-Suite beispielsweise den Dienst, wenn sie nicht vor dem 51. Start aktiviert wurde. Ähnlich reagiert Windows XP, dort geht nach Ablauf von 30 Tagen ohne Aktivierung nichts mehr.

Für den privaten Benutzer bedeutet die Aktivierung der Software einen Mehraufwand. Bei vorinstallierten Versionen kann die Aktivierung vom Händler/Hersteller übernommen werden. Eine Office-CD wird aber auch in diesem Fall laut Microsoft beiliegen. Dass Office als illegale Dreingabe im hart umkämpften PC-Mark installiert wird, soll mit der Aktivierung unmöglich werden.

Votum gegen die Aktivierung: In der tecChannel.de-Umfrage drohen die Teilnehmer mit Cracks und kündigen an, das Produkt zu wechseln.
Votum gegen die Aktivierung: In der tecChannel.de-Umfrage drohen die Teilnehmer mit Cracks und kündigen an, das Produkt zu wechseln.

Die CD bildet aus ihrer Versionsnummer und einer Prüfsumme der auf dem PC installierten Hardwarekomponenten eine Installations-ID. Damit soll verhindert werden, dass ein und dieselbe Office-CD für Installationen auf unterschiedlichen Rechnern verwendet wird. Für Office gilt der Sonderfall, dass die Lizenzbedingungen von Microsoft eine zweite Installation auf einem Laptop zulassen, sofern dieser nicht gleichzeitig mit dem PC benutzt wird.

Für Volumenlizenzen, die bei großen Firmen zum Einsatz kommen, existiert ein abweichender Modus. Dort kommt ein so genannter Volume-Licence-Key zum Einsatz. Die Software kann damit auf den Clients administrativ installiert werden. Die Installationsgrundlage bilden dann ausschließlich die von Microsoft "World Wide Fullfillment" (WWF) und "Select" genannten CDs.