Langzeitarchivierung – Daten für die Ewigkeit

Neben Deutschlands neuem Supercomputer hat das Leibniz Rechenzentrum in München auch ein modernes Archivierungszentrum erhalten. Daran lassen sich die Probleme und Entwicklungen bei der Langzeitarchivierung von Daten aufzeigen.

Ein komplettes Stockwerk im neuen Rechnerwürfel des Leibniz-Rechenzentrums – eine Halle mit 500 m² Stellfläche – wird ausschließlich zur Datenhaltung genutzt. Die Halle wird im internen Sprachgebrauch des Leibniz-Rechenzentrums DAR genannt. DAR steht für Daten- und Archiv-Raum. Das klingt nach Beständigkeit, Stille, nach langen Regalreihen, in denen Tausende Bücher und Aktenordner im Halbdunkel jahrzehntelang friedlich verstauben. Nur ab und an kommt ein Archivar vorbei und sieht nach dem Rechten oder holt sich einen Ordner.

Kubisch: Der "Rechnerwürfel" beherbergt sämtliche Server des LRZ inklusive des neuen Supercomputers. (Quelle: LRZ)
Kubisch: Der "Rechnerwürfel" beherbergt sämtliche Server des LRZ inklusive des neuen Supercomputers. (Quelle: LRZ)

Was das Halbdunkel und die langen Regalreihen anbelangt, ist dieses Bild gar nicht so falsch. DAR hat keine Fenster und die Notbeleuchtung verbreitet nur schummriges Licht. Es gibt tatsächlich lange Regalreihen, in denen viele tausend Magnetbandkassetten lagern und darauf warten, von einem Roboter abgeholt zu werden. Der Rest des Bildes bedarf jedoch einiger Richtigstellungen.