Intel stellt Pentium 4 mit Vanderpool vor

Intel stellt mit dem Pentium 4 662 und 672 erste Desktop-Prozessoren mit der Virtualisierungstechnologie VT „Vanderpool“ vor. Mit VT sollen sich die Betriebssicherheit und die Performance in virtualisierten Umgebungen erhöhen.

Intel unterstützt beim Pentium 4 erstmals die Virtualisierung auf Prozessorebene durch eine neue Form von CPU-Operationen mit der Bezeichnung VMX (Virtual Machine Extensions). Dabei gibt es mit "Root" und "Non-Root" zwei Arten von VMX-Operationen. So agiert beispielsweise VM-Software wie VMware Workstation im VMX-Root-Modus. Intel bezeichnet diesen Host auch als Virtual Machine Monitor VMM. Der VMM besitzt die volle Kontrolle über den Prozessor und die übrige Hardware des PCs. Die virtuellen Maschinen beziehungsweise die Gast-Software arbeiten somit im VMX-Non-Root-Modus.

Vanderpool: Die VM-Software (im Bild der Virutal Machine Monitor) arbeitet im Root-Modus und kontrolliert die virtuellen Maschinen. Bei diesen agiert der Prozessor im Non-Root-Modus. Dabei stehen den Gastbetriebssystemen volle Ring-0-Rechte zu. (Quelle: Intel)
Vanderpool: Die VM-Software (im Bild der Virutal Machine Monitor) arbeitet im Root-Modus und kontrolliert die virtuellen Maschinen. Bei diesen agiert der Prozessor im Non-Root-Modus. Dabei stehen den Gastbetriebssystemen volle Ring-0-Rechte zu. (Quelle: Intel)

Ein VMM kann den Prozessor durch "VM Entries" genannte Sequenzen veranlassen, im VMX-Non-Root-Modus zu arbeiten. Der Übergang zurück in den VMX-Root-Modus erfolgt mit "VM Exits"-Befehlen. Die Funktionalität eines Prozessors im VMX-Root-Modus entspricht dabei einer CPU ohne VMX-Unterstützung. Der Unterschied einer Vanderpool-CPU liegt in den 10 zusätzlich verfügbaren VMX-Befehlen. Das Verhalten des Prozessors im Non-Root-Modus lässt sich durch VMX kontrollieren. So verursachen bestimmte Befehle oder Situationen VM Exits.