FPF: Neue Details zur Triple-Core-CPU der Xbox 360

IBM gibt auf dem Fall Processor Forum neue Details über die CPU für Microsofts Xbox 360 bekannt. Der Prozessor verfügt über drei 3,2-GHz-PowerPC-Kerne. IBM kündigt auf dem Forum außerdem die Massenproduktion der Triple-Core-CPU an.

Am 3. November 2003 wurde die Zusammenarbeit von Microsoft und IBM für die Xbox-360-CPU beschlossen. Nach zirka zwei Jahren Entwicklungszeit startet der Verkauf der Xbox 360 am 22. November 2005 in den USA. In Deutschland ist die Konsole ab dem 2. Dezember 2005 erhältlich.

Flurplan: Das Die-Bild zeigt die drei PowerPC-Cores sowie rechts unten den L2-Cache. (Quelle: IBM)
Flurplan: Das Die-Bild zeigt die drei PowerPC-Cores sowie rechts unten den L2-Cache. (Quelle: IBM)

Die Rechenarbeit in Microsofts neuer Spielekonsole erledigt die auf IBMs PowerPC-Architektur basierende Xbox-360-CPU. Als Besonderheit verwendet die 64-Bit-CPU eine Triple-Core-Technologie. Alle drei Kerne sind laut Jeffrey Brown, IBM Chief Engineer Microsoft CPU Project, identisch ausgelegt. Die Taktfrequenz des PowerPC-Prozessors legte IBM auf 3,2 GHz fest.

PowerPC-Core: Das Blockschaltbild von einem Prozessorkern zeigt links unten die VMX-Engine. (Quelle: IBM)
PowerPC-Core: Das Blockschaltbild von einem Prozessorkern zeigt links unten die VMX-Engine. (Quelle: IBM)

Die drei Cores der Xbox-360-CPU sind über eine XBAR bezeichnete Crossbar mit dem gemeinsamen Shared-L2-Cache verbunden. Das Fassungsvermögen der zweiten Pufferstufe beträgt 1 MByte bei einer achtfach assoziativen Organisation. Die Cache-Kohärenz wird über das MESI-Protokoll gewährleistet. Jedem Core stehen 32 KByte L1-Cache in zweifach assoziativer Auslegung für Befehle zur Verfügung. Den L1-Daten-Cache dimensionierte IBM auf ebenfalls 32 KByte, allerdings in vierfach assoziativer Auslegung.