64-Bit Server: Apples XServe G5

Mit der neuen Xserve-Reihe geht Apple jetzt auch im professionellen Server-Segment auf Kundenfang. Mit ihrem 90 nm PowerPC 970 wildern die G5-Server sowohl bei den 32-Bit-Xeons als auch bei den 64-Bit-Opterons.

Neu ist Apples Server-Linie namens "Xserve" nicht. Bereits im Februar 2003 präsentierte Apple die Xserves auf Basis von Motorolas 32-Bit-RISC-Prozessor G4 mit Taktfrequenzen bis zu 1,33 GHz, wahlweise als Single- oder Dual-CPU-Variante. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis blieben die G4-Server jedoch hinter den Erwartungen der Zielgruppe zurück. Rund ein Jahr später hat Apple wie schon bei den Desktop-Rechnern jetzt auch bei den Servern den Sprung in die 64-Bit-Welt vollzogen. Ab sofort steckt IBMs PowerPC 970 alias "G5" (fünfte PowerPC-Generation) mit 2 GHz Takt in den Xserve-Boliden, wie gehabt mit einem oder zwei Prozessoren. Die neuen Xserver spielen dadurch ganz vorne in der (Blade-)Server-Liga mit und bieten zudem ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wie die Desktop-Modelle können die G5-Server bis zu 8 GByte ECC-DDR400-Hauptspeicher adressieren, entsprechende Anpassungen in Mac OS X 10.3 Server räumen die für 32-Bit-Systeme übliche 4-GByte-Barriere aus dem Weg. Apple bemüht sich auch mit den Storage-Produkten Xserve RAID und dem Server-Betriebssystem Mac OS X 10.3 Server um eine möglichst komplette Lösung für die täglichen Aufgaben in einem Rechenzentrum. Für die Fibre-Channel-RAIDs hat sich Apple strategisch klug die Zertifizierungen von Red Hat und Microsoft eingeholt. So sind die redundanten Massenspeicher unabhängig von einem Xserve G5 oder Mac OS X auch für bestehende Linux- und Windows-Server einsetzbar.

Designfrage: Der Power Mac G5 für den Desktop präsentiert sich im eleganten Aluminium-Design...
Designfrage: Der Power Mac G5 für den Desktop präsentiert sich im eleganten Aluminium-Design...

... aber auch die Server-Version muss sich nicht verstecken.
... aber auch die Server-Version muss sich nicht verstecken.

In Sachen Prozessor ist der Xserve G5 auf aktuellerem Stand als die Kollegen aus der Desktop-Riege. Derzeit wandern in die hübschen Aluminium-Macs noch die Power-PC-970-Chips mit einer Strukturbreite von 130 Nanometern, im funktionellen Xserve G5 steckt die aktuellere Variante in 90-Nanometer-Technik. In der Praxis macht sich das durch geringere Leistungsaufnahme (55 Watt gegenüber beispielsweise 89 Watt bei AMDs Opteron 248 mit 2,2 GHz) und geringerer Abwärme bemerkbar. Somit können die Kühlkörper für die Prozessoren kleiner ausfallen - eine wichtige Voraussetzung, um den Xserve G5 wie seinen Vorgänger im 1U-Formfaktor für 19-Zoll-Rack-Gehäuse zu halten.