Verschlüsselung unter Windows
CryptBox 2013 - Safe für sensible Daten
von
Thomas RieskeThomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
, 04.02.2013
Das Tool CryptBox verschlüsselt wichtige Dateien auf Systeme mit Windows. Der Datensafe bindet Ordner und ganze Partitionen als geschützte Laufwerke ein . CryptBox verspricht, Daten vor neugierigen Blicken zu schützen und einsteigerfreundlich zu sein.
Funktionalität: Bei dem
Tool CryptBox steht die bequeme und sichere Verschlüsselung im Mittelpunkt. Zu diesem Zweck lassen sich virtuelle Safes anlegen, in denen der Anwender Daten speichert, die nicht für die Allgemeinheit gedacht sind. Diese Tresore erscheinen im System wie herkömmliche Laufwerke. CryptBox verwandelt auch vorhandene Ordner und Festplattenpartitionen einschließlich der Systemplatte in einen Safe. Allerdings fiel beim Test auf, dass das Programm von den drei primären NTFS-Partitionen (
Windows XP, Vista und
Windows 7) nur zwei zum Konvertieren anbot: Das Laufwerk mit Windows XP blieb verschollen.
Für den mobilen Einsatz empfehlen sich TravelSafes. Diese lassen sich auf USB-Sticks oder CDs/DVDs erstellen und von diesen Medien starten. Zudem kann der User bereits vorhandene Tresore in den mobilen Typ konvertieren. Darüber hinaus bietet das Tool die Möglichkeit, Safes mit PortableApps zu erstellen. Dazu lädt CryptBox vom Benutzer aus einer Liste auswählbare portable Anwendungen aus dem Internet herunter und kopiert sie in einen Safe. So kann man die Programme überall hin mitnehmen und muss sich über die Sicherheit der dabei anfallenden Daten keine Gedanken machen. Für die Verschlüsselung verwendet CryptBox den Kryptostandard AES-256. Diese Schlüssellänge steht jedoch nur in der Kaufvariante der Software zur Verfügung. In der Demoversion muss man sich mit 128 Bit begnügen.
Um wieder auf die gesicherten Informationen zugreifen zu können, stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Neben dem klassischen
Textkennwort, dessen Sicherheit das Tool vorab bewertet, lässt sich auch ein Bildpasswort nutzen. Dabei wählt der Anwender aus einer internen Galerie von Bildern und Symbolen eine bestimmte Reihenfolge, die das Tool beim Zugriff auf einen Safe abfragt. Außerdem kann man einen USB-Stick sowie ein
iPhone oder einen iPod als Mittel zur Authentifizierung festlegen.
Zusätzlich verfügt CryptBox über eine eingebaute Shredder-Funktion. Mit verschiedenen Algorithmen, etwa nach Peter Gutmann oder Bruce Schneier, lassen sich Dateien, Ordner oder Laufwerke so löschen, dass Unbefugte sie nicht wiederherstellen können.

Demoversion: Bevor man die Testversion von CryptBox nutzen kann, muss man sie kostenlos freischalten lassen.
Installation: Nachdem der User die knapp 30 MByte große Setup-Datei heruntergeladen und aufgerufen hat, führt ein Assistent durch die kurze Installation. Abschließend ist ein Neustart zwingend.
Bedienung: Um die Demoversion zu nutzen, muss der Anwender im Anschluss an die Installation das Tool zunächst freischalten. Dazu verlangt der Hersteller die Angabe von Vor- und Nachnamen sowie einer gültigen E-Mail-Adresse, an die er einen Aktivierungslink sendet. Wenn man ihn aufruft, erfolgt sofort die Freischaltung, und das CryptBox-Startcenter erscheint. Hier hat der Benutzer die Möglichkeit, sich anhand eines deutschsprachigen Einführungsvideos mit der grundlegenden Funktionsweise vertraut zu machen. Außerdem lassen sich über die Schaltflächen die wichtigsten Aufgaben wie das Anlegen eines neuen Safes mithilfe von Assistenten durchführen.
Wer sich nicht mit dem Startcenter aufhalten möchte, kann dieses Eingangsfenster auch dauerhaft ausschalten. Auf diese Weise gelangt man sofort zur grafischen Oberfläche, deren Befehle sich über ein Menüband auswählen lassen. Die Registerkarten im Kopfbereich des Programmfensters enthalten aussagekräftige Namen wie
Hauptfunktionen oder
Laufwerke verschlüsseln, sodass die Orientierung leichtfällt. Für jede durchzuführende Aufgabe stehen Assistenten bereit, die den Benutzer schrittweise zum Ziel führen. Kleiner Wertmustropfen für fortgeschrittene Anwender: CryptBox klinkt sich nicht in das Kontextmenü des
Windows-Explorers ein, sodass man immer die Bedienoberfläche bemühen muss.
Fazit: Mit CryptBox kann man Daten einfach, sicher und effektiv verschlüsseln. Die Bedienphilosophie richtet sich dabei an Einsteiger, die von Assistenten profitieren, die für alle Aufgaben bereitstehen. Versiertere Nutzer werden eher Tools wie das Open-Source-Programm
TrueCrypt zu schätzen wissen, das zudem kostenlos erhältlich ist. (cvi)
CryptBox 2013 | Version: | 3.1.0 |
| Hersteller: | |
| Download Link: | |
| Sprache: | Deutsch und andere |
| Preis: | 29,95 Euro. 30-Tage-Demoversion verfügbar. |
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