Sie sind hier: Produkte » Tools » Storage » Recuva

Recuva

RSS
Testberichte (3)
Leser-Rating (0)
Produkt bewerten
5 Mit 5 Sternen bewerten. 4 Mit 4 Sternen bewerten. 3 Mit 3 Sternen bewerten. 2 Mit 2 Sternen bewerten. 1 Mit einem Stern bewerten.
Recuva
Recuva
Hersteller: Piriform
Aktuelle Version: 1.45.858
Preis: kostenlos für den privaten Gebrauch
Sprache: deutsch; mehrsprachig
System: Microsoft Windows
Produkte  /  Tools  /  Storage  /  Recuva  /  Test Weitere Artikel

Kostenloses Recovery-Tool für Windows

Recuva: Gelöschte Dateien wiederherstellen

15.02.2012 (aktualisiert) | von Thomas Rieske (Autor) 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Aufmacherbild
Ein unüberlegter Mausklick oder ein Programmabsturz reichen, und schon sind dringend benötigte Dokumente gelöscht. In solchen Situationen kann das Programm Recuva die verloren geglaubten Informationen zurückholen - auch bei formatierten oder beschädigten Partitionen.
Funktionalität: Recuva stellt Daten wieder her, die auf Speichermedien mit dem Dateisystem FAT, NTFS oder exFAT abgelegt sind. Somit unterstützt das Tool nicht nur Festplatten und USB-Sticks, sondern auch viele Flash-Speicherkarten. Grundvoraussetzung ist, dass sich das externe Medium mit dem PC verbinden lässt, auf dem Recuva läuft. Die Datenrettung funktioniert auch bei iPod, iPod Nano und iPod Shuffle, ist aber zum jetzigen Zeitpunkt bei iPod Touch und iPhone ausgeschlossen. Freuen dürfen sich dagegen Besitzer von Nikon- und Canon-Kameras, denn das Tool kann auch mit deren RAW-Format umgehen.
Die Grenzen der Datenwiederherstellung sind immer dann erreicht, wenn das Betriebssystem eine Datei nicht nur zum Löschen markiert, sondern deren Platz teilweise oder vollständig mit anderen Dateien belegt hat. Je mehr Zeit zwischen Löschen und Wiederherstellungsversuch verstreicht, desto schwieriger gestaltet sich dieser Vorgang. Recuva trägt diesem Umstand Rechnung, indem das Tool zwei Suchoptionen anbietet. Beim Standardscan sucht die Software lediglich nach Dateien, die das Betriebssystem zum Löschen vorgesehen hat, die aber noch nicht überschrieben sind. Beim Tiefenscan bezieht das Tool auch die Inhalte des Laufwerks mit ein, indem es jeden Cluster nach Anhaltspunkten der fraglichen Datei untersucht. Je nach Laufwerksgröße kann dieser Vorgang mehrere Stunden dauern. Fragmentierte Dateien lassen sich auf diese Weise allerdings nicht rekonstruieren. Passen muss Recuva auch, wenn der Anwender eine Software zum sicheren Löschen eingesetzt hat - eine Funktion, die das Tool übrigens selbst beherrscht. Eine bootfähige Rettungs-CD lässt sich mit dem Programm nicht erstellen. Nach Herstellerangaben kann man die Software aber in BartPE integrieren.
Status: Das Tool präsentiert nach einem Scan das Ergebnis in Listenform. Die farbliche Kennzeichnung zeigt den Dateizustand für die Wiederherstellung.
Status: Das Tool präsentiert nach einem Scan das Ergebnis in Listenform. Die farbliche Kennzeichnung zeigt den Dateizustand für die Wiederherstellung.
Status: Das Tool präsentiert nach einem Scan das Ergebnis in Listenform. Die farbliche Kennzeichnung zeigt den Dateizustand für die Wiederherstellung.
Installation: Das Setup mithilfe der knapp 2,4 MByte großen ausführbaren Datei erfolgt Windows-typisch per Assistent. Nach Auswahl von Sprache und Zusatzoptionen wie der automatischen Suche nach Updates kann der Anwender entscheiden, ob er Google Chrome mitinstallieren möchte. Hat die Setup-Routine alle notwendigen Dateien kopiert, steht das Tool ohne Neustart zur Verfügung. Der Hersteller bietet auch eine portable Version an.
Bedienung: Beim ersten Start begrüßt ein Assistent den Anwender, um mit einigen gezielten Fragen Art und Ort der wiederherzustellenden Dateien einzugrenzen. Wer alles anzeigen lassen möchte, wählt als Dateityp am besten Sonstige - Alle Dateien anzeigen und als Speicherort Bin mir nicht sicher - Durchsuche den kompletten Computer. Die Option Tiefenscan ist standardmäßig deaktiviert, was sich als sinnvoll erweist, denn der Vorgang entpuppt sich in der Regel als sehr zeitintensiv. Diese Möglichkeit sollte man daher erst in Betracht ziehen, wenn die Standardsuche nicht erfolgreich verlief.
Die Software präsentiert das Ergebnis als übersichtliche Tabelle mit mehreren Spalten. Neben dem Dateinamen verrät ein grünes, orangefarbiges oder rotes Farbsymbol, wie gut oder schlecht die Chancen auf eine Wiederherstellung stehen. Mit einem Klick auf den jeweiligen Spaltenkopf lässt sich die Liste sortieren. Auf diese Weise kann man zum Beispiel unter Zustand unmittelbar erkennen, wann eine Datenrettung problemlos möglich ist und wann man doch auf ein - hoffentlich vorhandenes - Backup zurückgreifen muss. Die infrage kommenden Dateien wählt der Anwender mithilfe einer Checkbox aus und bestimmt nach einem Klick auf die Schaltfläche Wiederherstellen deren Speicherort. Wer keine Daten rekonstruieren, sondern sie sicher entsorgen möchte, wählt sie wie im vorigen Schritt aus und ruft dann das Kontextmenü auf. Dort sorgt der Befehl Markierte sicher löschen für die unwiderrufliche Entfernung der Dateien.
Fazit: Recuva erweist sich als zuverlässiges Tool zur Datenrettung, unabhängig davon, ob sich die Dateien auf einer internen Festplatte oder externen Speichermedien befinden. Dank der Assistenten kommen auch Anfänger mit dem Programm gut zurecht. Fortgeschrittene Anwender hingegen werden die Möglichkeit vermissen, mit dem Tool ohne Umweg über BartPE eine Rettungs-CD anlegen zu können. (cvi)
Recuva
Version:
1.42.544
Hersteller:
Download Link:
Sprache:
Deutsch und andere
Preis:
kostenlos (Freeware)
System:
Windows 2000 / Windows XP / Windows Vista / Windows 7, Windows 8, Windows Server 2003 / 2008
Alternativen:
'Windows-Newsletter' bestellen!