Cloud-Anwendungen unter Kontrolle

Workshop: So überwachen Sie Azure-basierte Cloud-Anwendungen

08.11.2010 | von Holger Sirtl
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Cloud-Anwendungen, die auf Windows Azure betrieben werden, müssen genauso verwaltet werden wie lokal betriebene Lösungen. Wie man entsprechende Anwendungen ordentlich überwacht, erklärt folgender Beitrag.
Auch wenn Anwendungen in der Cloud betrieben werden, müssen sie korrekt verwaltet werden. Im Rahmen des Application Lifecycle fallen zudem Aufgaben wie Installation, Überwachung, Fehlererkennung und -behebung usw. an. Die Durchführung der erforderlichen Arbeitsschritte ist jedoch von den besonderen Gegebenheiten der Cloud geprägt. Zu diesen zählen beispielsweise eine entfernte Umgebung mit eingeschränktem Zugriff oder eine dynamische Instanzenkonfiguration. Dieser Artikel zeigt, wie Azure-basierte Cloud-Anwendungen vor diesem Hintergrund überwacht werden können und was das für Wartung und Fehlerbehebung bedeutet.

Überblick

Der Betrieb einer Software auf einer Cloud-Plattform unterscheidet sich in einigen Aspekten grundlegend vom Betrieb auf einer Umgebung, die vollständig unter Kontrolle des Anwenders steht: Die Umgebung ist hochdynamisch, das heißt, die Zahl der Instanzen eines Cloud-Services kann sich zur Laufzeit ändern. Beispielsweise kann der der Ausführungsort wechseln, weil aufgrund eines Hardwareausfalls ein Service auf eine lauffähige Umgebung verschoben wird und der Zugriff auf die Umgebung nur über bestimmte Serviceschnittstellen möglich ist, wohingegen ein direkter Zugriff auf die Infrastruktur nicht funktioniert.
Unter Kontrolle: der Diagnosemechanismus Azure-basierter Cloud-Anwendungen im Überblick.
Unter Kontrolle: der Diagnosemechanismus Azure-basierter Cloud-Anwendungen im Überblick.
Unter Kontrolle: der Diagnosemechanismus Azure-basierter Cloud-Anwendungen im Überblick.
Da unter diesen Voraussetzungen auch das Debugging einer Anwendung zur Testzwecken unmöglich ist, gibt es bei Windows Azure für Entwickler eine sogenannte Development Fabric. Diese kann Windows Azure auf einem lokalen Entwicklungsrechner simulieren und dort das Debugging ermöglichen. Zur Entwicklungszeit ist die Überwachung eines Cloud-Services in der lokalen Umgebung möglich.
Für die Überwachung zur Laufzeit, das heißt in der Cloud-Umgebung, werden andere Mechanismen benötigt. Diese müssen Zugriff auf Zustandsinformationen und das Laufzeitverhalten einer Cloud-Anwendung erlauben. Windows Azure stellt hierzu die sogenannte Diagnostics zur Verfügung. Diese gestattet indirekten Zugriff auf sämtliche Diagnosedaten, die auch ein Windows-Server-Betriebssystem, der Internet-Information-Server oder die Anwendung selbst in Form von Logging- und Tracing-Ausgaben zur Verfügung stellt. Darüber stehen verschiedene Werkzeuge bereit, die Zugriff auf diese Daten gestatten und bei der Auswertung helfen.
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