TCO und Cost per Page greifen zu kurz

Wie wir in Zukunft drucken

08.06.2012 | von Michael Kallus
Foto: Hewlett Packard
Foto: Hewlett Packard
IDC und BITKOM wagen einen Blick in die Zukunft in Sachen Drucken. Document Services und Managed Print Services werden Prozesse abbilden. Das von Smartphone und Tablet aus gedruckt werden kann, wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Lange Zeit galten Drucker als notwendiges Übel. Dann wurden sie wie Server und Desktops als Teil der IT-Infrastruktur verstanden. In naher Zukunft jedoch werden Drucker als Output Devices bezeichnet und unter dem strategischen Blickwinkel als Teil der betrieblichen Wertschöpfung angesehen. Diese Entwicklung prophezeit der Branchenverband BITKOM.
Die klassische Betrachtung nach Total Cost of Ownership oder Costs per Page, greift zu kurz, so BITKOM. Denn ein Dokument entsteht nicht erst beim Druck - der Prozess und somit auch die Kosten beginnen bereits bei der Dokumentenerstellung.
Aus dieser Perspektive betrachtet, kostet die Arbeitskraft am meisten - der Cent-Betrag, der für das Bedrucken des Papiers entsteht, spielt in den Gesamtkosten nur eine kleine Rolle. Nur weil er so leicht zu erfassen ist, wird er häufig als einziger Posten betrachtet. Managed Print Services (MPS) erfassen deswegen die gesamte Erstellung: vom elektronischen Dokument bis zur Ausgabe an der Hardware.
Entwicklung: So sieht die Evolution des effizienten Druckens nach der BITKOM aus.
Entwicklung: So sieht die Evolution des effizienten Druckens nach der BITKOM aus.
Entwicklung: So sieht die Evolution des effizienten Druckens nach der BITKOM aus.
Foto: Bitkom
Einige Unternehmen prüfen laut BITKOM daher heute schon, welche neuen technischen Möglichkeiten das digitale Druck- oder Dokumentenmanagement bieten und wie sie von diesen neuen Möglichkeiten profitieren können. Sie drehen den Spieß um und sehen den Druck nicht mehr als "zu kontrollierendes Übel" sondern als "ungeschliffenen Diamanten".
Beispielsweise können neue Druck- und Dokumentenmanagement-Techniken etwa vorgelagerte Sachbearbeitung maßgeblich verbessern und beschleunigen. Eine solche Integration der Output-Devices in die Geschäftsprozesse und Dokumentenverteilung ist jedoch eine komplexe Angelegenheit und erfordert laut BITKOM höchste Qualität und Aufmerksamkeit bei der Auswahl des Dienstleisters.

IDC: Document Services verhelfen zu mehr Produktivität

Eine ähnliche Entwicklung zeichnet eine Umfrage von IDC. Insbesondere mittelständische Unternehmen mit 200 bis 1000 Beschäftigten planen laut der Studie "Print Management & Document Solutions in Deutschland 2012" in den kommenden ein bis zwei Jahren, Drucker-Management und Document Services verstärkt zu implementieren und zu verbinden.

Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen überlässt sein Druckermanagement aktuell externen Anbietern und bezieht vor allem Basisleistungen wie Wartung und Support, Gerätebeschaffung und Verbrauchsmaterial.
In Document Services sehen zwei Drittel der Befragten den nächsten logischen Schritt, um dokumentenintensive Geschäftsprozesse in einzelnen Bereichen zu optimieren. Bereits 44 Prozent der befragten Unternehmen setzten elektronische Formulare und 34 Prozent Lösungen für sicheres Drucken und elektronische Archivierung ein.
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