Sparpotenziale bei Druckkosten bleiben unbeachtet

Mit Print-Management 30 Prozent sparen

Malte Jeschke


Malte Jeschke ist Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.


 
Email:
Connect:
Aufmacherbild
Gemäß einer aktuellen Studie von IDC nutzen viele Unternehmen die Möglichkeiten des Print-Management bislang nicht. Zwar seien die Einsparpotenziale ganz erheblich, den Unternehmen aber oftmals gar nicht bekannt.
Hersteller wie Medien predigen die Vorteile eines organisierten Print Management seit Jahren beinahe gebetsmühlenartig. Dennoch werden solche Lösungen in der Praxis bislang eher nicht genutzt. IDC hat kürzlich 511 Unternehmen in Deutschland zum Thema Print-Management und Document Solutions befragt. Ziel dieser Umfrage war es, den aktuellen Status sowie die Pläne der Unternehmen zu eruieren. Die Studie hat ergeben, dass mehr als 74 Prozent der befragten Unternehmen derlei Lösungen bislang nicht einsetzen. Damit würden die unterschätzen Einsparpotenziale verpuffen. Dabei hätten die Unternehmen gute Chancen, die Kosten zu reduzieren, so IDC. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage mag die Zurückhaltung der Unternehmen umso unverständlicher sein. Unterschiedliche Untersuchungen verschiedener Anbieter belegen, dass jedes Unternehmen – gleich welcher Branche – rund drei bis sechs Prozent seines Umsatzes fürs Drucken ausgibt. Laut einer früheren Studie von IDC drucken Unternehmen ab 100 Mitarbeitern jährlich weltweit etwa 600 Milliarden Seiten aus und kaufen mehr als vier Millionen Geräte. Direkte wie indirekte Druckkosten zu berechnen ist für viele Unternehmen noch eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Wie zahlreiche Studien belegen, kennen viele Firmen ihre tatsächlichen Druckkosten nicht.
Dabei sind die versteckten Druckkosten häufig das eigentliche Übel. So haben Untersuchungen von HP ergeben, dass die Kosten für die Verwaltung meist viel höher sind als die fürs Drucken selbst. Zu den Kosten werden auch diejenigen für Dokumentenmanagement, IT-Support und Infrastruktur hinzugezählt. Hinzu kommen die entsprechende Verwaltung, Lizenzen, Netzwerkmanagement sowie die Energie. In der Gesamtheit würden damit rund 30 bis 40 Cent verdeckte Kosten pro gedruckter Seite anfallen. „Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des enormen Kostendrucks bietet Print-Management viel Potenzial, das es gilt zu nutzen“, rät Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC und Projektleiter der Studie, und fordert die Anbieter auf, die Vorteile von Print-Management-Lösungen stärker herauszustellen. Es seien durchaus Kosteneinsparungen von um die 30 Prozent zu erreichen.
'Nachrichten morgens' bestellen!

Kostenlose AppsGratis-Apps für Smartphones und Tablet-PCs
Holen Sie sich die kostenlosen TecChannel-Apps für iPhone, iPad, Android, bada und Windows 7 Slate. Oder nutzen Sie mobil.tecchannel.de für alle Geräte.



Links zum Artikel



Ihre Meinung zum Artikel
Benutzername:
Passwort: