16.05.2006
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Networked Computing: Grundlagen und Anwendungen

von Dr. Klaus Manhart

Peer-to-Peer-Netzwerke

Seit Napster und Co. sind Peer-to-Peer-Netzwerke hinlänglich bekannt. Hinter dem Schlagwort Peer-to-Peer verbirgt sich aber mehr als nur die beliebten, aber zwielichtigen Filesharing-Systeme - nämlich Netzwerke, die auf den Prinzipien Dezentralität und Selbstorganisation aufbauen.
Peer-to-Peer-Netzwerke kommen grundsätzlich ohne zentrale Kontrollinstanz kommen aus – was sie von den anderen Verbundrechenarten grundlegend unterscheidet. Sie bestehen aus einem Netz gleichberechtigter Rechner, bei denen jeder Knoten gleichzeitig die Client- und Server-Rolle inne hat. Die Kommunikation erfolgt ohne Umwege direkt miteinander.
Lupe
Übersichtlich: Reine und hybride P2P-Netze im Vergleich zu klassischen Client-Server-Architekturen. (Quelle: Stephan Fischer)
Übersichtlich: Reine und hybride P2P-Netze im Vergleich zu klassischen Client-Server-Architekturen. (Quelle: Stephan Fischer)
Allerdings können P2P-Netze auch in hybrider Form existieren, bei denen die Teilnehmer mit einem zentralen Server kommunizieren. Diese zentral organisierten Systeme beinhalten entweder einen Discovery-Server, der beim Auffinden weiterer Peers hilft, oder aus einem Discovery- und Look-up-Server. Letzterer hält dabei eine Liste von Dateien im Netz vor, so dass das Suchen und Beziehen von Daten im Netz beschleunigt wird.
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