Tipp für Funknetze
WLAN-Geschwindigkeitsbremse TKIP lösen
von
Moritz JägerMoritz Jäger ist freier Autor und IT-Journalist aus München. Seine Themengebiete umfassen IT-Sicherheit, Netzwerk, Windows sowie Lösungen und Tools für die mobile Arbeitswelt, etwa Push-Mail, Übertragungstechnologien, USB-Anwendungen oder Endgeräte und deren Absicherung. Unter anderem schreibt er regelmäßig für TecChannel, PC-Welt, ComputerWoche und ZDNet.de.
, 25.09.2011 (aktualisiert)
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Sie haben ihre komplette WLAN-Infrastruktur auf 802.11n-Geräte umgestellt, aber irgendwie fehlt es an der Geschwindigkeit? Möglicherweise ist die Verschlüsselung per TKIP schuld.
Lösung: Sind 802.11n-WLANs zu langsam, liegt dies möglicherweise an der Unterstützung für
TKIP als Verschlüsselungsprotokoll. Der Hintergrund dafür ist, dass der
Standard für 802.11n den maximalen Durchsatz nicht erlaubt, wenn TKIP zum Einsatz kommt. Stattdessen wird die Leistung auf 54 MBit/s und damit das Niveau von 802.11g gedrosselt.

Bremse lösen: Wird das WLAN per TKIP gesichert, drosselt 802.11n automatisch die Geschwindigkeit.
Alle aktuellen
WLAN-Geräte sollten inzwischen
WPA2-AES als Verschlüsselungsmodus unterstützen. Es schadet daher nicht, TKIP unter den Tisch fallen zu lassen, wenn alle Geräte den neueren Standard beherrschen.
Sollten noch einige ältere Geräte im
Netzwerk vorhanden sein, die nur TKIP unterstützen, ist es oft sinnvoller, ein zweites WLAN nur für diese Geräte aufzusetzen. Dazu ist teilweise nicht einmal neue Hardware notwendig, viele
aktuelle Router können zusätzliche virtuelle WLAN-Zugangspunkte erstellen.
Produkte: Der Tipp funktioniert mit allen aktuellen
WLAN-Systemen.