Sicherheitsrisiko Smartphone

Studie: Verzicht auf Apps aufgrund von Sicherheitsbedenken

01.11.2012 | von Werner Kurzlechner (Autor) 
Werner Kurzlechner
Werner Kurzlechner stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen.
Foto: Pew Research Center
Foto: Pew Research Center
Aus Angst vor Datenverlust verzichten viele der US-Nutzer gegebenenfalls auf die Installation von Apps auf dem Smartphone. Das geht aus einer Pew-Studie über das Nutzerverhalten hervor. Nur knapp 60 Prozent der Anwender sichern ihre Smartphone-Daten allerdings per Backup - oder wissen zumindest, dass sie dies tun.
Was bietet die größte Angriffsfläche für den Verlust persönlicher Daten: ein PC, ein Kühlschrank oder ein Taschenrechner? Blödsinnige Frage? So wie: Ist Wasser nass? Ist Eis kalt? Genau. Entsprechend überflüssig erscheint Tony Bradley, Autor unserer amerikanischen Schwesterpublikation PC World, der zentrale Befund einer Studie aus den USA.
Sicherheitsverhalten: Die Security-Praktiken von Smartphone- und Handy-Nutzern im Überblick.
Sicherheitsverhalten: Die Security-Praktiken von Smartphone- und Handy-Nutzern im Überblick.
Sicherheitsverhalten: Die Security-Praktiken von Smartphone- und Handy-Nutzern im Überblick.
Foto: Pew Research Center
Im Rahmen des Pew Research Center’s Internet and American Life Project wurden dort mehr als 2000 Erwachsene zu ihrem Umgang mit Handys und Smartphones befragt. Geführt wurden die Telefoninterviews von den Marktforschern von Princeton Survey Research Associates. Herausgefunden habe man nun im Kern, dass Smartphones anfälliger für Datenverlust und Datenklau seien als Handys der älteren Generation, so Bradley. Und diese Erkenntnis sei ja nun so selbstverständlich wie die Antworten auf die obigen Fragen.
Schließlich seien die einen Geräte handgroße Computer mit einer vor zehn Jahren noch für PCs üblichen Prozessorleistung, die anderen eben Telefone, auf denen man nur mit sehr viel Geduld überhaupt Daten verarbeitet und im Internet unterwegs ist. Die schockierendste Neuigkeit der Studie sei der überaus niedrige Anteil an Smartphone-Nutzern. Alles in allem, so der Tenor, hätte man für derlei Erkenntnisse keine teure Studie gebraucht.
Bradleys scharfe Kritik hat in jedem Fall eine gewisse Berechtigung. Der Aufbau der Studie führt in der Tat dazu, dass jede Menge Redundanzen enthalten sind. Die Erkenntnis zum Beispiel, dass nur 7 Prozent auf ihren alten Handys Location Tracking abschalten.
Zur Ehrenrettung der Autoren Jan Lauren Boyles, Aaron Smith und Mary Madden muss man jedoch konstatieren, dass durchaus auch aufschlussreiche Einsichten über Nutzungsverhalten und Security-Aktivitäten von Smartphone-Nutzern gewonnen wurden. Man erkennt diese besser, wenn man das Datenmaterial zu den klassischen Handys weitgehend ignoriert.
'Mobile-Newsletter' bestellen!

Kostenlose AppsGratis-Apps für Smartphones und Tablet-PCs
Holen Sie sich die kostenlosen TecChannel-Apps für iPhone, iPad, Android, bada und Windows 7 Slate. Oder nutzen Sie mobil.tecchannel.de für alle Geräte.



Links zum Artikel



Ihre Meinung zum Artikel
Benutzername:
Passwort: