Schluss mit statischen Websites

Warum ein modernes CMS wichtig ist

Jeffrey A.  McGuire
Jeffrey A. "jam" McGuire ist Open Source Evangelist bei Acquia und Verfechter der Open-Source-Mentalität. Als bekanntes und geschätztes Mitglied der Drupal Community schlägt er für Acquia Brücken über kulturelle Gräben und verbindet den Einsatz von Open Source Lösungen mit kommerzieller Nutzung. Er ist regelmäßig auf Veranstaltungen zu finden, auf denen er zu Themen wie Digital Disruption, Drupal oder Open Source spricht.
Foto: Acquia
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Moderne Content Managementsysteme sind der Motor interessanter und dynamischer Websites. Sie entkoppeln Programmierung und Inhaltserstellung, bereiten Daten dynamisch auf und passen Online-Auftritte automatisch an die Endgeräte der Nutzer an.
In den letzten zehn Jahren hat der Bereich "Content im Internet" eine Entwicklung durchgemacht, die so schnell wohl in keiner anderen Industrie möglich ist. Aus einfachen Websites in simplem HTML wurden Medien-Plattformen mit Texten, Bildern, Audio und Videos, deren Inhalte nahtlos verknüpft sind und auf den unterschiedlichsten Endgeräten konsumiert werden. Entsprechend sind Websites heute eine fundamentale Komponente der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Der Online-Auftritt ist Visitenkarte, virtuelles Schaufenster und oft Verkaufsportal der jeweiligen Firma. Selbst wer keinen direkten Geschäften im Web nachgeht, kann es sich kaum leisten, eine veraltete oder fehlerhafte Website zu betreiben.

Schluss mit statischen Websites

Websites sind keine Einbahnstraße mehr. Die Kommunikation läuft dynamisch zwischen Nutzer und Anbieter ab. Firmen betreiben Blogs, integrieren Bilderstrecken, Podcasts oder Videos während Kunden und Nutzer kommentieren, Artikel in sozialen Netzwerken verlinken und mit den Mitarbeitern diskutieren.
Die wenigsten statischen Websites können mit diesen Anforderungen mithalten. Änderungen sind oftmals nur mit ausführlichem Webentwicklungswissen durchführbar, die Integration in dynamische Systeme (etwa CRM-, BI- oder Marketing-Lösungen) ist selten oder kaum möglich. Aktualisierungen betreffen also nicht nur Teams, die die Inhalte erstellen, sondern benötigen zusätzlich die oftmals begrenzten Ressourcen des IT-Teams.

Ablösung für die erste CMS-Generation

In der aktuellen Form traten Content Managementsysteme zwischen 2000 und 2004 auf. In den ersten Versionen war es vor allem wichtig, die eigentliche Erstellung der Inhalte von der Programmierebene zu trennen. Mit den ersten Lösungen konnten sich die IT-Abteilungen auf den Betrieb der Website konzentrieren, während die eigentlichen Ersteller der Inhalte diese ohne Programmierkenntnisse einstellen und optisch ansprechend anpassen konnten.
Theoretisch können diese CMS noch immer ihren Dienst verrichten - allerdings ist das vergleichbar mit einem Auto aus dem vorletzten Jahrzehnt: Es bringt seinen Fahrer von A nach B, ein modernes Fahrzeug schafft dies aber effizienter, bequemer und normalerweise schneller - von einem Imagegewinn für den Betreiber ganz zu schweigen. Techniken wie soziale Netzwerke, Videos oder HTML5 geben Unternehmen vielseitige neue Werkzeuge an die Hand, um ihr Image aktiv zu pflegen und schneller in Kontakt mit Kunden und Multiplikatoren zu treten, stellen die Systeme aber auch vor Herausforderungen. Viele Funktionen lassen sich mehr oder weniger erfolgreich nachrüsten, moderne Lösungen beherrschen sie aber oftmals besser und effizienter.
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