Web 2.0: Microsofts Photosynth kostenlos im Web

Auf der Fachkonferenz Web 2.0 hat Microsoft seine experimentelle Digitalfotoverwaltung „Photosynth“ als Testversion für jedermann ins Netz gestellt.

Die Software ordnet mittels mathematischer Berechnungen räumlich zusammengehörige Bilder in einem künstlichen dreidimensionalen Raum an. Quasi eine 3D-Version von Stitching-Software, wie man sie mit manchen Digitalkameras zur Errechnung von Panoramafotos bekommt.

Microsofts Technical Fellow Gary Flake, Gründer und Director der Forschungsabteilung Live Labs, demonstrierte Photosynth auf der Web 2.0 und räumte dabei ein, dass die jetzt veröffentlichte Tech Preview sich noch in einem recht frühen Stadium befinde und deswegen auch nicht fehlerfrei sei.

Photosynth läuft zunächst nur im Browser (also nicht lokal) und dabei auch nur im Internet Explorer. Besucher können bislang auch noch keine eigenen Bilder hochladen, sondern müssen sich zum Ausprobieren noch auf Sammlungen beschränken, die Microsoft-Mitarbeiter schon angelegt haben.

Selbst testen: Photosynth macht jede Menge Spaß
Selbst testen: Photosynth macht jede Menge Spaß

Auf der deutschen Microsoft Informationsveranstaltung 2006 hatte der hiesige Technikexperte Frank Fischer vor ausgewählten Journalisten bereits eine lokal lauffähige Ausführung von Photosynth gezeigt. Microsoft will aber deren Rechengeschwindigkeit noch erhöhen, bevor es sie weiter verbreitet.

Ohnehin ist noch unklar, was letztendlich mit Photosynth passieren wird. Flake erhofft sich diesbezüglich Anregungen von den Nutzern, die das Programm ausprobieren. Die Erfinder träumen jedenfalls schon von einer virtuellen Welt, die aus ins Netz gestellten Fotos aller möglichen Menschen zusammengerechnet wird. (Thomas Cloer/ala)