WD: Serial-ATA-Festplatte mit 10.000 U/min

Western Digital steigt mit der Raptor erneut in den Festplattenmarkt für Server und Workstations ein. Gleichzeitig debütiert die Raptor als erstes Serial-ATA-Drive mit einer Umdrehungszahl von 10.000 U/min.

Ende 1999 zog sich Western Digital mit Einstellung der SCSI-Festplatten aus dem Enterprise-Markt zurück. Den Wiedereinstieg ins Profisegment begründet der Hersteller jetzt mit einem stark wachsenden Speicherbedarf bei gleichzeitig sinkenden IT-Budgets. Die Raptor soll die hohe Performance und Zuverlässigkeit von SCSI-Drives zu deutlich günstigeren Preisen bieten, so Western Digital.

Um die geforderte Performance für den anvisierten Markt der Server, Workstations, SAN- und NAS-Devices zu erreichen, arbeitet die Raptor mit 10.000 U/min. Damit bietet Western Digital die erste Serial-ATA-Festplatte dieser Drehzahlklasse an. Die Raptor gibt es zum Produktstart mit einer Kapazität von 36,7 GByte. Den Datentransfer unterstützt ein 8 MByte großer Datenpuffer. Die maximale interne Datentransferrate vom Cache zur Magnetscheibe beziffert der Hersteller mit 102 MByte/s. Das Serial-ATA-Interface stellt mit 150 MByte/s (1000er Basis) genügend Bandbreite zur Verfügung. Durch die hohe Drehzahl fällt die mittlere Zugriffszeit mit 5,2 ms laut Herstellerangaben sehr kurz aus. Bei einem Fullstroke-Zugriff sollen 10,2 ms verstreichen.

Debütant: Western Digitals Raptor ist die erste Serial-ATA-Festplatte mit 10.000 U/min.

Laut Western Digital ist die Mechanik der Raptor - wie Lager und Aktuator - speziell für den Dauerbetrieb konzipiert. Üblicherweise sind nur teure SCSI-Festplatten für den Nonstopeinsatz ausgelegt, ATA-Laufwerke können die Dauerbelastung mit erhöhten Ausfallraten quittieren. Dieser Thematik haben wir auch den Report Gefahr: IDE-Festplatten im Dauereinsatz gewidmet. Die hohe Zuverlässigkeit der Raptor will Western Digital mit einer MTBF von 1,2 Millionen Stunden garantieren - dies entspricht dem Wert von SCSI-Festplatten. Die Garantie beträgt ebenfalls den SCSI-Drives angeglichene fünf Jahre.

Western Digital will die Raptor noch im Februar 2003 ausliefern. Die Raptor soll 30 Prozent günstiger sein als ein vergleichbares SCSI-Drive. Genauere Angaben gibt es von Western Digital noch nicht. Ein 10.000er SCSI-Drive mit 36,7 GByte Kapazität wie Seagates Cheetah 10K.6kostet zirka 280 Euro.

Einen Test von über 110 Ultra-ATA-Festplatten im Vergleich können Sie hier nachlesen. 40 aktuelle SCSI-Drives finden Sie hier im Vergleich. Grundlagen zu Serial-ATA sowie einen Test erster Serial-ATA-Produkte finden Sie ebenfalls bei tecCHANNEL. (cvi)

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