Vier-Königs-Treffen

Welches Betriebssystem ist die beste Wahl für das Netzwerk? In einem großen Vergleichstest ist NetworkWorld dieser Frage nachgegangen. Vier Kandidaten, "Windows 2000 Advanced Server", "Novell Netware 5.1", "SCO Unixware 7.1.1" und "Red Hat Linux 6.1" mussten sich dieser Herausforderung stellen - die Siegerkrone vergab die Redaktion an Windows 2000.

Von: John Bass, James Robinson

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Letztlich kommt es bei der Entscheidung für ein Netzwerkbetriebssystem (NOS) natürlich ganz darauf an, welche Anforderungen man stellt: Soll es schlank und flexibel sein, damit es auf jede erdenkliche Weise installiert werden kann? Oder sind vor allem die Administrations- und Managementfähigkeiten wichtig, weil mehrere hundert Server betrieben werden sollen? Vielleicht geht es aber den verantwortlichen Administratoren vorrangig um die Robustheit, weil sie gerne auf schlaflose Nächte wegen eines instabilen Betriebssystems verzichten.

Die Centennial Networking Labs (CNL) an der North Carolina State University in Raleigh, USA, haben für NetworkWorld vier der wichtigsten Netzwerkbetriebssysteme unter die Lupe genommen. Die Centennial Networking Labs konzentrierten sich auf das Testen von Leistung, Kapazität und Merkmale von Technologien und Komponenten im Netzwerk- und Serverbereich. CNL ist Mitglied der NetworkWorld Test Alliance in den USA. Bei dieser Kooperation hat sich die NetworkWorld USA mit einer Reihe von Testlabors zusammengeschlossen, die alle große Erfahrung bei Test und Einsatz von Netzwerk und Anwendungen besitzen. Zu den vier getesteten Betriebssystemen gehörten:

- "Windows 2000 Advanced Server" von Microsoft,

- "Netware 5.1" von Novell,

- "Linux 6.1" von Red Hat Software und

- "Unixware 7.1.1" von "The Santa Cruz Operation" (SCO).

Eigentlich sollte auch Solaris von Sun Microsystems an diesem Test teilnehmen. Da die Unix-Spezialisten aus Mountain View zum Testzeitpunkt aber gerade die neue Version 8 entwickelten, lehnte Sun die Teilnahme ab.