Test und Details: VIA K8T890 mit PCI Express für AMD-CPUs

Der taiwanische Chipsatz-Hersteller stellt heute offiziell den K8T890-Chipsatz für AMD-CPUs vor. Der Nachfolger des K8T800 Pro bietet neben einer PCI-Express-x16-Grafikschnittstelle auch vier flexibel einsetzbare PCI-Express-x1-Anbindungen.

Der Grafikport erreicht eine theoretische Datentransferrate von 3,37 GByte je Richtung. Demgegenüber steht das AGP-8x-Interface mit 1,99 GByte. Ein PCI-Express-x1-Interface überträgt doppelt so schnell wie eine Standard-PCI-Schnittstelle mit 127 MByte/s. Die Anbindung an den Prozessor erfolgt über den bekannten 16 Bit breiten HyperTransprt-Bus mit einer maximalen Taktfrequenz von 1 GHz. Der K8T890-Chipsatz unterstützt neben der 939-Pin AMD-CPU auch die Varianten für den Sockel 754 und 940. VIA bezeichnet diese Funktionalität als Hyper8-Technologie. Der Datentransport zur Southbridge erfolgt per Ultra-V-Link Verbindung mit einer rechnerischen Datenrate von 0,99 GByte/s.

K8T890-Chipsatz: VIAs Zögling unterstützt die neusten AMD-Prozessoren und bietet neben einem PCI Express x16 Grafik-Interface, vier weitere PCI Express x1 Schnittstellen. Quelle: VIA

Als I/O-Baustein stellt VIA dem K8T890 die neue VT8251-Southbridge zur Seite. Aber auch andere Southbridge-Varianten lassen sich per V-Map-Technologie an die Northbridge anschließen. Gegenüber dem Vorgänger VT8237 verfügt diese über zwei zusätzliche PCI-Express-x1-Schnittstellen. Zu den weiteren Highlights gehören vier Serial-ATA/150-Ports und zwei IDE-Interfaces sowie die RAID0-, RAID1- und RAID0+1-Funktionalität für diese Schnittstellen.

Blockschaltbild: In Kombination mit der VT8251-Southbridge verfügt der VIA K8T890-Chipsatz über vielfältige Funktionalitäten und Ausbaumöglichkeiten. Quelle: VIA

Für externe Steckkarten bietet die VT8251-Southbridge sechs busmasterfähige PCI-Slots. Die Audio-Verarbeitung erfolgt nach dem AC'97- oder wahlweise nach dem High-Definition-Audio-Standard. Darüber hinaus verfügt die Southbridge über acht USB-2.0-Schnittstellen und einen 10/100-Ethernet-Controller. Ein LPC-Interface kann einen externen Super-I/O-Chip ansteuern, der die Datenströme der seriellen, IR-, parallelen und Floppy-Disk-Schnittstellen regelt. Die Tastatur und die Maus werden direkt von dem Southbridge-Chip angesprochen.

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