Test: Schlägt ATI RADEON den GeForce2 ?

ATIs RADEON soll NVIDIA und 3dfx das Fürchten lehren. Ob der Grafikchip die hohen Erwartungen erfüllt, hat tecChannel.de detailliert untersucht. Die Ergebnisse überraschen.

Der Rage ist tot - es lebe der RADEON. Mit diesem Motto will ATI den verlorenen Boden auf dem Grafikchip-Sektor wieder gutmachen.

Lange hat ATI den Namen RADEON, Codename Rage 6, geheim gehalten. Erst zur WinHEC in New Orleans am 25. April bestätigten die Kanadier den Namen des RAGE-128-Nachfolgers.

RADEON im Detail: So sieht die finale ATI-Karte mit dem RADEON-Grafikchip aus.
RADEON im Detail: So sieht die finale ATI-Karte mit dem RADEON-Grafikchip aus.

ATI stellte uns einen Testkandidaten zur Verfügung, der in dieser Konfiguration serienmäßig produziert werden soll. Die Karte hatte 64 MByte DDR -SDRAM-Speicher mit einem aufgedruckten Timing von 5,5 ns. Der Chip- und Speichertakt betrug 183 MHz. Die Karte besaß Composite Video-in/out und S-Video-out.

Die RADEON lief mit den mitgelieferten A13-WHQL-Treibern für Windows 98 sehr stabil. Treiber für Windows 2000 und NT sind ebenfalls schon verfügbar. Erstaunlich - denn in der Vergangenheit hatte ATI mit dem Treibersupport immer Zeitprobleme.

Die Entscheidung, einen langsameren Chip- und Speichertakt als die 200 MHz der RADEON-Spezifikation zu wählen, begründete ATI mit dem hohen Preis und der schlechten Verfügbarkeit des schnellen Speichers. Schnellere Varianten, wie zum Beispiel eine MAXX-Version, sollen bei entsprechender Marktlage folgen.

Ob ATI mit der RADEON ein Meisterstück gelungen ist, zeigt unser ausführlicher Test. Auf den folgenden Seiten finden Sie Chip-Details und die Benchmark-Ergebnisse der ATI RADEON im Vergleich zu den 3D-Grafikkarten unseres aktuellen Vergleichstests. Details zu diesen Karten lesen Sie unter tecDaten - Alle Daten im Überblick.