SuSE 6.4: Sechs CDs randvoll

Am 27. März ist Verkaufsstart für die Version 6.4 der Linux-Distribution von SuSE. Besonders die verbesserte Hardware-Erkennung sowie die grafische Installation sollen Einsteigern den Umstieg von Windows erleichtern.

Eine weitere Hilfe bei der schnellen Installation ist der 64-seitige Quick-Install-Guide, der den Einsteiger anhand von Screenshots Schritt für Schritt durch das Setup führt. Internet, Soundkarte, Wählverbindungen und Drucker sollen sich laut SuSE in der neuen Version von YAST2 noch leichter konfigurieren lassen.

Wie bereits in den Vorgängerversionen enthält die Distribution eine unüberschaubare Vielzahl von Zusatzprogrammen. Neu sind unter anderem das Videoschnitt-Programm Broadcast 2000 sowie Moonlight 3D Atelier, ein 3D-Zeichenprogramm.

SuSE 6.4 basiert auf dem Kernel 2.2.14 und kann bis 3,5 GByte RAM adressieren. Bereits für die 6.3 angekündigt war das Reiser-Filesystem mit Journaling-Funktionen. Dieses protokolliert jede Änderung der Datenstrukturen im Dateisystem und ermöglicht so eine sekundenschnelle Wiederherstellung des Systems nach einem plötzlichen Systemabbruch. Im Zusammenspiel mit dem Logical Volume Manager lassen sich ReiserFS-Partitionen auch im Betrieb vergrößern. Entgegen anderen Ankündigungen ist die Vorabversion von KDE 2.0 nicht enthalten. Der Grund: Es war nicht mehr genug Platz auf den sechs CDs.

Die neue Version 6.4 von SuSE soll es Linux-Einsteigern noch einfacher machen.

Die CD-Version von SuSE Linux 6.4 wird ab 27. März im Handel für 98 Mark erhältlich sein. Registrierte Kunden sowie Schüler und Studenten erhalten das Paket direkt bei SuSE zum Preis von 79 Mark inklusive Porto und Versand. Die englische Version wird ebenso wie die Version auf DVD ab Anfang April im Handel sein. Wie bei Corel und Stormix wird tecChannel auch bei SuSE testen, ob sich diese Distribution wirklich für den Einsteiger eignet, oder ob nur versucht wird, mit dem derzeitigen Linux-Hype Geld zu scheffeln. (mha)