Sony: Crusoe-Notebook mit Videokamera

Mit dem Vaio GT1 hat Sony ein Notebook mit einer DV-Videokamera verschmolzen. Ein Prototyp des GT1 war schon bei der PC Expo 2000 in Tokio zu sehen, jetzt kommt der Hybrid mit einem 600 MHz-Crusoe-Prozessor auf den US-Markt.

Der Andrang auf der Messe hat Sony und den US-Händler Dynamism anscheinend davon überzeugt, das Vaio GT1 breiter zu vermarkten als geplant. Außerhalb Japans und den USA wird die Kombination aus Kamera und Notebook aber wohl nicht zu haben sein. Schon der US-Markt wird nur auf Initiative des Händlers in begrenzter Stückzahl bedient.

In der Basis-Ausstattung kostet das "filmreife" Subnotebook rund 4000 US-Dollar. Der 1,1 Kilogramm leichte Hybrid kommt mit einem TM 5600CPU von Transmeta, 20 GByte-Festplatte, ATI Rage Mobility M1-Grafikchip, und verträgt maximal 182 MByte RAM, Standard sind 128 MByte. Ports für Firewire, USB, MemoryStick, PCMCIA und ein internes V90-Modem sind außerdem vorhanden. Die Videobedürfnisse decken ein VGA- und AV (PAL/NTSC)-Anschluss ab. Als Betriebssystem kommt Windows ME zum Einsatz.

Vaio GT1: Den Hybrid aus Videokamera und Notebook gibt es nur in Japan und den USA.

Das angeflanschte Kameraobjektiv mit CCD-Sensor (Charge Coupled Device) und Zoomfunktion schafft Auflösungen bis zu 680.000 Pixel. Es lässt sich ebenfalls drehen und nimmt optional Videos oder Standbilder auf.

Das 6,4 Zoll LC-Display (Auflösungen bis 1024x768 Pixel) lässt sich nach hinten klappen. Damit soll eine Bedienung möglich sein, die ansatzweise der einer normalen DV-Kamera mit Display entspricht. Zwischen zwei und fünf Stunden halten die Akkus laut Sony durch. Der US-Händler Dynamism.com, der den GT1 in den Staaten ausliefert, bietet Zusatzakkus an, mit denen die Betriebsdauer auf bis zu 17 Stunden verlängert werden kann. Dafür sind aber noch einmal rund tausend Mark fällig. Interessant ist die Kombination vor allem, .um DV-Videos sofort auf dem Notebook verlustfrei zu schneiden und zu bearbeiten. (uba)