OQO: Windows-PC im Taschenformat

Das US-Unternehmen OQO hat bei der WinHEC einen Ultra-Personal Computer vorgestellt. Der auf Windows XP basierende PC ist so klein wie ein Handheld und wird von einer 1-GHz-Crusoe-CPU von Transmeta angetrieben.

OQO verspricht mit dem gleichnamigen Gerät einen Verwandlungskünstler, entsprechende Peripherie vorausgesetzt. Über ein spezielles Cradle lassen sich Tastatur und Monitor anschließen. Dadurch soll der Benutzer einen vollwertigen Windows-PC vor sich haben. Über einen Link-Dongle arbeitet der OQO mit Projektoren zusammen und bietet zudem USB- und FireWire-Anschlüsse. WLAN und Bluetooth sind laut OQO integriert, ein USB 1.1-Port sei ebenfalls vorhanden. GPRS- und UMTS-Module seien in Arbeit. Letztlich ist der 250 Gramm schwere PC mit 105 x 74 x 22 Millimeter klein genug, um auch als Media-Player durchzugehen. Audio- und Mikrofon-Anschlüsse sind dafür vorhanden. Eine 10-GByte-Festplatte von Toshiba (1,8-Zoll) nimmt Daten auf.

Die Crusoe TM 5800-CPUs, die OQO einsetzt, sind in 0,13 Mikrometer gefertigt und bieten je nach Energiesparmodus Taktfrequenzen bis zu 1 GHz. Auf 256 MByte Arbeitsspeicher kann der TM 5800 zugreifen. Eingaben nimmt im mobilen Betrieb der Touchscreen (vier Zoll Diagonale, 200 dpi) entgegen.

So klein und schon ein vollwertiger PC: Der OQO vom gleichnamigen Startup will nicht mit einem Palm verglichen werden.

Das Display soll zwischen 0,25 und 1 Watt verbrauchen und damit den Lithium-Polymer-Akku möglichst schonen. Eine Akku-Ladung reicht laut OQO für zwei Stunden Video- oder sieben Stunden Audio-Betrieb. Die Standby-Zeit ist mit einer Woche angegeben.

OQO ist 1999 von Jerry Bell und Joe Betts-Lacroix gegründet worden. Beide haben an der Entwicklung von Apples Titanium PowerBooks mitgearbeitet. Für die zweite Hälfte des Jahres 2002 versprechen die Firmengründer erste Geräte von namhaften Herstellern. Der Preis soll - inklusive der optionalen Anschlüsse - unter dem der "meisten Notebooks" liegen, was eine ziemlich große Spannbreite zulässt. (uba)