OLED-Displays erobern Autos

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein Forschungsprojekt zu den Einsatzmöglichkeiten von OLED-Displays in Automobilen gestartet. Die flexiblen organischen Leuchtdioden sollen für mehr Komfort und Sicherheit sorgen.

OLED-Displays nutzen die Energie besonders effizient aus und sie sind im Vergleich zu herkömmlichen Lichtquellen sehr dünn - und somit vielseitig einsetzbar. Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gab am Dienstag das Startzeichen für ein neues Projekt. Wie Storm mitteilte, unterstützt das BMBF den Forschungsverbund CARO in den nächsten drei Jahren mit 5,5 Millionen Euro. "Organische Leuchtdioden haben ein enormes Marktpotenzial", sagte Storm. "Dieser Forschungsverbund wird uns helfen, dieses Potenzial auch auszuschöpfen."

Ziel des Verbunds sind OLED-Displays für den Einsatz in Automobilen. Projektpartner sind außer Optrex das Dresdener Unternehmen Novaled, die Dortmunder Firma Elmos, drei Fraunhofer-Institute, die technische Universität Braunschweig sowie die Universität des Saarlandes. Displays auf der Grundlage von organischen Leuchtdioden besitzen einen großen Blickwinkelbereich, sollen bewegte Bilder besonders gut darstellen und brauchen nur eine geringe Betriebsspannung. Außerdem ist die Betriebsfunktionalität bei niedrigen Temperaturen gewährleistet.

OLED-Einsatz: Aston Martin implementiert das organische Display bereits im DB9. In der Bildmitte sehen Sie das Infotainment-OLED-Display. (Quelle: Aston Martin)
OLED-Einsatz: Aston Martin implementiert das organische Display bereits im DB9. In der Bildmitte sehen Sie das Infotainment-OLED-Display. (Quelle: Aston Martin)

Die OLED-Displays könnten sich beispielsweise als Plastikfolien in die Windschutzscheibe für die Einblendung von halbtransparenten Info-Anzeigen einbauen lassen. Dies würde für eine höhere Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Mittels Projektionstechnik an die Windschutzscheibe bieten beispielsweise BMW oder Chevrolet in seiner Corvette bereits Head-Up-Displays an. Diese Technik ist allerdings beschränkt in den Darstellungsmöglichkeiten und anfällig gegen Sonneneinstrahlung.

Aber auch die OLED-Technologie hat bereits einen ersten Einsatz in Automobilen gefunden: Aston Martin setzt OLED-Displays im DB9 für das Infotainment-Steuerungsmodul und in der Instrumententafel ein.

Ausführliche Informationen über die organischen Displays finden Sie bei tecCHANNEL im Artikel Display-Trends: OLED, ePaper und 3D. (cvi)

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