MPF: Rise zeigt iDragon-Prozessor im Batteriebetrieb

Die fast von der Bildfläche verschwundene Prozessor-Firma Rise Technology zeigt auf dem Microprocessor Forum 2000 den iDragon mP6. Der in einem batteriebetriebenen Demosystem vorgeführte x86-kompatible Prozessor soll sich durch eine besonders niedrige Verlustleistung auszeichnen.

Rise konzentriert sich seit dem Rückzug aus dem erfolglosen Geschäft mit PC-Prozessoren für den Billig-Bereich ganz auf CPUs für Information Appliances. Der Socket-7-kompatible iDragon mP6 soll dabei eine zu RISC-Architekturen vergleichbare Verlustleistung von nur wenigen hundert mW besitzen. Damit liegt der iDragon mP6 mit seinen Power-Saving-Features laut Rise weit unter traditionellen x86-Architekturen. Rise wies bei seinem Demosystem auf die Skalierbarkeit der Versorgungsspannung des Prozessors hin, die bei der Speisung mit einer AA-Batterie zwischen 1,5 bis 1,1 V variiert. In der Demonstration wurden Videos und MP3-Titel abgespielt.

Das Demosystem von Rise, angetrieben von einer 1,5-Volt-Batterie (AA).

Der Rise iDragon mP6 ist eine superskalare CPU mit Kompatibilität zum Pentium MMX. Er verfügt über 3 Integer-Einheiten und eine voll Pipeline gesteuerte Floating-Point-Unit. Die superskalare MMX-Einheit soll für genügend Performance bei Multimedia-Anwendungen sorgen. Produkte mit dem iDragon-Prozessor konnte Rise auf dem MPF allerdings nicht präsentieren.

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