Satya Nadella

Microsoft-Chef verkündet neue "Datenkultur"

Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella war gestern in San Francisco, um dort über Daten und Microsofts neue Datenplattform zu sprechen.

Dabei sprach Nadella immer wieder von "Datenkultur" - damit meint er offenbar, dass Unternehmen Daten und Datenanalyse dafür nutzen, ihren Mitarbeitern die Informationen zu geben, die diese benötigen um ihre Arbeit zu verstehen, Fragen zu beantworten und Entscheidungen zu treffen.

Satya Nadella spricht über Data Culture und Ambient Intelligence
Satya Nadella spricht über Data Culture und Ambient Intelligence
Foto: Microsoft

Der neue CEO feierte bei der Veranstaltung den kürzlichen Launch von SQL Server 2014 nach und kündigte mit der Preview eines Azure Intelligent Systems Service und der allgemeinen Verfügbarkeit des Analytics Platform System flankierend zwei neue Lösungen an.

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SQL Server 2014 ist für Entwickler und Kunden (dazu gehört zum Beispiel der Versorger RWE) bereits seit einigen Wochen verfügbar. Wichtigste Neuerung ist die Unterstützung von In-Memory-Datenbanken durch eine früher unter dem Codenamen "Hekaton" bekannte neue Engine. Die bietet zwar hinsichtlich Programmierung nur eingeschränkte Möglichkeiten, erledigt aber die Aufgaben, die sie beherrscht, zehn bis 30 Mal schneller als Datenbanken, die nicht komplett im Hauptspeicher laufen. Microsoft sagt, es habe SQL Server 2014 erstmals zuerst für Azure und die Cloud entwickelt. Die neue Datenbank hat auch eine Reihe besonderer Features wie Backups zu Azure.

Das Analytics Platform System (APS) kombiniert das SQL Server 2012 Parallel Date Warehouse mit Microsofts Hadoop-angetriebener Map-Reduce-Lösung "HDInsight". APS wird in Form von Appliances angeboten, die Hardware - von Dell, HP oder Quanta - mit der entsprechenden Software kombinieren, und soll Kunden eine Art Allzweckwaffe für Big Data an die Hand geben, die strukturierte und relationale Daten mit semistrukturierten Hadoop-Daten kombiniert und Abfragen über beide erlaubt.

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Der Azure Intelligent Systems Service (ISS) schließlich soll Daten aus dem "Internet der Dinge" aus immer mehr vernetzten Geräten und Sensoren so sammeln, dass man sie nutzbringend mit Werkzeugen wie HDInsight und "Power BI" verarbeiten kann. ISS ist zunächst nur als eingeschränkte Vorabversion zugänglich; interessierte Unternehmen können sich beim Hersteller melden.

In einem lesenswerten Blogpost erläutert der umtriebige Nadella noch genauer, was er mit "Data Culture" und dem angebrochenen Zeitalter einer "Ambient Intelligence" meint. Weitere Informationen zu Microsofts neuer Datenplattform gibt es von Corporate Vice President Quentin Clark im SQL Server Blog. (mje)