LinuxWorld: KDE 2.0 erst Ende Oktober

KDE-User werden doch noch etwas länger als bislang angekündigt auf die Version 2.0 warten müssen: Die für den 16. Oktober geplante Release ist auf Ende des Monats verschoben.

Wer die eigenhändige Kompilierung nicht scheut, kann aber schon ab Mitte des Monats die entsprechenden Quellcodes downloaden. Sie werden sich dann nach Angaben der KDE-Entwickler kaum noch vom Release-Stand unterscheiden: "Bugs, die dann noch drin sind, werden Sie mit Sicherheit auch im Release finden".

Zu den Highlights des KDE 2.0 zählt unter anderem der Konqueror, eine Mischung aus Filemanager und Webbrowser. Der von den Entwicklern als "schnell und kompakt" gelobte Browser weist jedoch noch einige Schwächen im JavaScript-Bereich auf, an denen weiterhin gearbeitet wird.

Der Konqueror ist eine Mischung aus Browser und Filemanager, und gilt als Highlight von KDE 2.0.

Selbst bei der HTML4-Verarbeitung macht Konqueror - wie sich am KDE-Stand zeigte - noch gelegentlich schlapp: Etwa bei der tecChannel-Homepage, die den Browser zum Absturz bringt.

Ein weiteres Goodie in KDE 2.0: der stark überarbeitete Mailclient kmail. Er erlaubt jetzt die parallele Nutzung verschiedener Mail-Identitys. Diese lassen sich on-the-fly wechseln und selbst in Verbindung mit den deutlich verbesserten Filter-Features nutzen. So ist es jetzt etwa möglich, bei Replys je nach Adressaten automatisch die korrekte Identity zu verwenden.

Ebenfalls schon sehnlichst erwarten viele User das KOffice mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Entsprechende Importfilter erlauben beiden Anwendungen die Verarbeitung von Dateien aus Microsofts Office 97. Wie das KDE-Entwicklerteam mitteilte, bleibt jedoch der Import von Office2000-Files momentan außen vor. (jlu)