Laserstrahl überträgt enorme Datenmengen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat laut eigenem Bekunden erstmals mit einem Laserstrahl enorme Datenmengen von der Stratosphäre auf die Erde übertragen.

Damit sei ein wichtiger Schritt für eine neue Ära der mobilen Breitbandkommunikation getan. Es wurde ein Terminal für die so genannte optische Freiraumkommunikation erfolgreich in der Stratosphäre erprobt. Auf einem Testgelände in Nordschweden sei es den Wissenschaftlern des Oberpfaffenhofener DLR-Instituts gelungen, enorme Datenmengen per Laserstrahl zu übertragen.

Ready for Take-off: Die Nutzlast am Startkran des Stratosphärenballons kurz vor dem Start. (Quelle: DLR)
Ready for Take-off: Die Nutzlast am Startkran des Stratosphärenballons kurz vor dem Start. (Quelle: DLR)

Das Terminal, das den Laserstrahl abgegeben hat, hing an einem Stratospärenballon in einer Höhe von 22 Kilometern. Zeitweise war das Terminal mehr als 60 Kilometer von der Empfangsstation entfernt. Laut DLR-Angaben wurden dabei bis zu 1,25 Gigabit pro Sekunde nahezu fehlerfrei übertragen. Dank des erfolgreichen Experiments sei ein wichtiger Schritt in dem europäischen Projekt CAPANINA getan. Das von der europäischen Union geförderte Projekt soll langfristig eine neue Ära in der mobilen Breitbandkommunikation einleiten. Unbemannte Flugträger, fest positioniert in einer Höhe von 22 Kilometern, sollen mithilfe der optischen Freiraumkommunikation Daten mit Übertragungsraten von mehreren Gigabit pro Sekunde austauschen. Und zwar untereinander, mit Satelliten, mit Flugzeugen sowie mit terrestrischen Kommunikationspartnern. Langfristiges Ziel dieser Forschungsarbeiten sind fliegende Sendemasten auf Stratosphärenplattformen, die dem mobilen Benutzer am Boden Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen erlauben. (mje)

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