Kein Gewinn: DDR2-SDRAM im Test

Die neue DDR2-Speichergeneration mit aktuell 533 MHz suggeriert eine deutlich höhere Geschwindigkeit im Vergleich zum bisherigen DDR-SDRAM mit 400 MHz. Doch in der Praxis bringt das teure DDR2 keinen Leistungsgewinn.

Am 19. Juni 2004 stellte Intel mit dem 915G/P und dem 925X die ersten Chipsätze für DDR2-SDRAM vor. Der neue Speicher arbeitet dabei mit einer Taktfrequenz von 400 und 533 MHz.

Der Vorgänger DDR-SDRAM ist mit einem Takt von 400 MHz am Ende seiner physikalischen Möglichkeiten angelangt, um ein einwandfreies Funktionieren zu gewährleisten. Dem gegenüber verfügt DDR2 mit Technologien wie On-Die-Terminierung (ODT) und Off Chip Driver Calibration (OCD) über mehr Ausbaupotenzial für die Zukunft. Ein Manko von DDR2 ist allerdings, dass es bei gleicher Taktfrequenz wie DDR-Speicher nicht mit einer höheren Performance aufwarten kann. Erst bei einer höheren Taktung von 533 MHz zeigt DDR2-Speicher einen Leistungsgewinn - in der Theorie. Denn durch gleichzeitig steigende Latenzzeit (CAS Latency 4) wird die Performance des Speichers gebremst.

Konkurrenten: Der DDR2-Speicher soll bis zum Jahresende das DDR400-Memory ablösen.
Konkurrenten: Der DDR2-Speicher soll bis zum Jahresende das DDR400-Memory ablösen.

Im tecCHANNEL-Testlabor mussten die DDR- und die DDR2-Speichertechnologie im direkten Vergleich gegeneinander antreten. Dem DDR400-SDRAM steht ein Intel 875P-Mainboard, dem DDR2-400/533-Speicher ein entsprechendes 925X-Mainboard zur Verfügung. Zusätzlich haben wir auf einem Combo-Board für DDR/DDR2-Module mit 915P-Chipsatz die Speichertypen einem Leistungsvergleich unterzogen.