Ixus: Digitalkamera im Scheckkartenformat

Die digitale Ausgabe der erfolgreichen APS-Kamera "Ixus" hat Canon am Mittwoch in Essen vorgestellt. Das Gerät verfügt bei nur 190 Gramm Gewicht über eine Auflösung von 1600 mal 1200 Punkten, Zoom-Objektiv und eine USB-Schnittstelle. Die "Digital Ixus" kommt am 8. Juni in den Handel.

Nach Angaben von Canon ist die neue Ixus die kleinste Digitalkamera mit Zoom-Objektiv der Welt. Das komplett im Gehäuse versenkbare Objektiv verfügt, auf Kleinbild-Werte umgerechnet, über einen Brennweitenbereich von 35-70 Millimeter. Die Kamera ist wie schon die analogen Ixus-Modelle in ein solides Metallgehäuse verpackt.

Winzling: Die Digital Ixus passt in jede Westentasche.

Aufgenommen werden die Bilder über einen CCD-Sensor mit 2,1 Millionen Pixeln, der eine nutzbare Auflösung von 1600 mal 1200 Pixeln erreicht. Dabei stehen zwei Qualitätsstufen der JPEG-Komprimierung zur Verfügung,. Noch mehr Platz lässt sich durch das kleinere Format von 640 mal 480 Punkten sparen.

Canons Blechzwerg ist kaum dicker als eine Zigarettenschachtel.

Gespeichert werden die Bilder auf einer handelsüblichen CompactFlash-Karte vom Typ 1, IBMs Microdrive findet also keinen Platz. Dennoch löblich, dass Canon nicht auf ein teures und schwer erhältliches Format wie SmartMedia-Karten setzt. Details zu den diversen mobilen Speichermedien bietet ein Report in tecChannel. Die mitgelieferte Karte der Ixus mit 8 MByte reicht für nur 4 Bilder in bester Qualität, bei höherer Kompression finden immerhin 12 Bilder Platz.

Ihren Strom bekommt die Kamera über einen Lithium-Ionen-Akku, dessen Kapazität für 270 Aufnahmen ohne Blitz und Display oder 85 Bilder bei Benutzung des LCD-Monitors reichen soll. 50 Minuten Bildwiedergabe verspricht Canon mit einer Ladung.

Der Akku, und darüber die CF-Karte nehmen fast ein Drittel des Gehäuses ein.

Um Strom zu sparen, wird das LCD über farbneutrale LEDs beleuchtet. Dieses Display ist mit 1,5 Zoll Diagonale nur wenig größer als ein Markstück ausgefallen, hier fordert die Miniaturisierung ihren Tribut. Das gilt auch für den TV-Ausgang und USB: Sie müssen sich einen proprietären Stecker teilen, passende Adapterkabel werden jedoch mitgeliefert. Beim Display setzt Canon auf eine Lupenfunktion mit 2,5facher Vergrößerung, um auch Details der Aufnahmen vor Ort kontrollieren zu können.

Das Display ist kaum größer als ein Markstück, die Bilder können jedoch vergrößert angezeigt werden.

Die Digital Ixus verfügt über einen eingebauten Blitz mit Leitzahl 9, der knapp drei Meter weit reicht. Einen Anschluss für einen externen Blitz gibt es nicht - der wäre mit mehr Leistung auch größer als die Ixus selbst.

Alle Bilder in diesem Beitrag wurden mit einem Serienmodell der Kamera aufgenommen, so dass sich ein erster Eindruck von der Bildqualität ergibt. Für eigene Beurteilungen stellen wir ein improvisiertes Stilleben in voller Auflösung zum Download (3,5 MByte) zur Verfügung. Dieses Bild wurde nicht qualitativ nachbearbeitet und liegt als Bitmap-Datei in einem ZIP-Archiv vor.

In der ersten Juni-Woche, spätestens am 8.6., will Canon die Digital Ixus ausliefern. Sie kostet mit 8MByte-Karte, Kabeln, Akku, Netzteil und Software 1599 Mark.

Daneben stellte Canon am Mittwoch in Essen auch noch das semiprofessionelle Kameragehäuse EOS D30 vor, auf das alle EOS-Objektive von Canon, Tamron oder Sigma passen. Die D30 arbeitet erstmals mit einem digitalen CMOS-Sensor von 2160 mal 1440 Punkten Auflösung. Im August soll diese Kamera zu einem Preis um 6000 Mark verkauft werden. (nie)