ISS-Kosmonauten testen Lego-Roboter Jitter

Der mit Teilen der Lego Mindstorm-Serie gebaute Roboter "Jitter" hat auf der Internationalen Raumstation (ISS) seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Jitter war bei einem Wettbewerb als Sieger gekürt worden.

Die Kosmonauten Jurij Onufrienko, Michail Tjurin und Wladimir Deschurow testeten den Roboter, der herumfliegende Gegenstände in der ISS aufsammeln kann. Der Diplom-Ingenieur Konrad Schwarzbach (50) und sein Sohn Bastian (21) haten Jitter gebaut und damit den Konstruktionswettbewerb Mindstorms goes Space gewonnen, wir berichteten.

Lego-Roboter Jitter im All - Die Kosmonauten der ISS testen das preisgekrönte Modell.

Beim Wettbewerb ging es darum, einen Roboter zu bauen, der in der Schwerelosigkeit funktioniert und auf der ISS eine nützliche Aufgabe erfüllen kann. Jitter trat am 26. November an Bord einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan die Reise zur ISS an.

Jitter und sein Konstrukteure - Konrad und Bastian Schwarzenbach.

Die beiden Konstrukteure durften während zweier Direktübertragungen im russischen Raumfahrt-Kontrollzentrum bei Moskau das Experiment beobachten und mit den Kosmonauten sprechen. Die Skepsis der Crew gegenüber dem Spielzeug soll Jitter bald ausgeräumt haben. Kommandant Onufrienko nannte den Roboter "ein wunderbares Spielzeug, mit dem man kommunizieren kann und das neue Horizonte erschließt." Die Grundideen, die bei Jitter für die Stabilisierung und Lagekontrolle zum Einsatz kommen, fänden auch der Weltraumstation selbst Verwendung, kommentierte Kosmonaut Michail Tjurin. (uba)