IFA: DVD+RW-Brenner und -Recorder von Philips

DVD-Videorecorder und -brenner auf Basis des DVD+RW-Standards waren vor Beginn der diesjährigen IFA weder auf dem Markt erhältlich noch in Aktion zu sehen. DVD+RW-Alliance-Mitglied Philips hat nun Geräte beider Kategorien am Start.

Mit dem DVDR 1000 zeigt der niederländische Hersteller einen DVD+RW-Videorecorder. Videoaufnahmen gestalten sich durch eine "record"-Taste ähnlich unproblematisch wie bei herkömmlichen VHS-Recordern. Über eine auf dem DVD+RW-Medium abgelegte und bebilderte Indexstruktur lassen sich abgespeicherte Filmsequenzen abrufen.

Videomaterial speichert der DVDR 1000 in vier Qualitätsstufen, die jeweils mit variablen Bitraten arbeiten: High Quality entspricht Studioqualität, Standard Play entspricht der herkömmlichen DVD-Videoqualität. Des Weiteren gibt es die Modi Long Play und Extended Play. Die vier Qualitätsstufen ermöglichen bei einer 4,7 GByte fassenden DVD+RW Aufnahmezeiten, die von einer Stunde (High Quality) bis zu vier Stunden (Extended Play) reichen. Bei einem 9,4-GByte-DVD+RW-Medium verdoppeln sich die Zeiten entsprechend.

Variabel: Der DVDR 1000 von Philips bietet je nach gewünschter Qualität Aufnahmezeiten von ein bis vier Stunden.

Der DVDRW 208 genannte Brenner präsentiert sich als Kombi-Recorder: DVD+RW-Medien beschreibt er mit 2,5fachem Tempo, was einer durchschnittlichen Datenrate von 3,3 MByte/s entspricht. Während er CD-R-Rohlinge mit 12fachem Tempo brennt, speichert er Daten mit 8x-Speed auf CD-RWs. Philips beziffert die maximale DVD-Leseleistung mit 8x. CD-Medien kann der DVDRW 208 mit bis zu 32facher Geschwindigkeit lesen. Fehlgeschlagene Brennvorgänge sollen aufgrund der integrierten Seamless-Link-Technologie und des Thermo-Balanced-Writing der Vergangenheit angehören.

DVD+RW-Medien sollen kompatibel zu einem Großteil der gängigen DVD-ROM-Laufwerke und DVD-Player sein. Auf der IFA konnte sich tecChannel.de davon überzeugen, dass eine auf dem Philips-Videorecorder bespielte DVD+RW Videodaten im VOB-Format speichert: In ein DVD-ROM-Laufwerk eingelegt, ließ sich das Medium problemlos mit der DVD-Player-Software PowerDVD abspielen.

Während der Videorecorder DVDR 1000 bereits nach der IFA in den Läden stehen soll, wird der Brenner DVDRW 208 voraussichtlich erst ab Oktober 2001 verfügbar sein. Laut Philips kosten Videorecorder und Brenner etwa 4.000 beziehungsweise 1.600 Mark. Den Markteinführungs-Preis für ein DVD+RW-Medium (4,7 GByte) beziffert der Hersteller mit rund 50 Mark. (mma)