IDF: Intel demonstriert "Personal Server Concept"

Intel zeigt auf dem Intel Developer Forum einen lauffähigen Prototyp des "Personal Server Concept". Mit dem drahtlosen "wearable Computer" soll der Anwender stets alle seine wichtigen Daten bei sich haben.

Am "Personal Server Concept" arbeitet Intel bereits seit 2001. Kleiner als ein PDA und ohne Display oder Anschlüsse stellt der Personal Server alle persönlichen Daten und Applikationen drahtlos bereit. Zum Datenaustausch mit PCs oder beliebigen anderen Devices setzt Intel auf Bluetooth.

Prototyp: Noch sieht Intels Personal Server Concept etwas klobig aus. Als Datensichtgerät dient die schmucke Armbanduhr.

Im Rahmen eines "Research & Developer Press"-Briefings auf dem IDF demonstrierte Roy Want, Principal Engineer und Senior Researcher bei Intel, jetzt erstmals einen lauffähigen Prototyp des Personal Servers. Bei dem zigarettenschachtelgroßen Demosystem liegt der Fokus klar auf der Miniaturisierung. Eine Integration des Konzepts in künftige PDAs oder Handys ist angedacht. Auf die Frage, was einen PC zu einem PC macht, antwortete Roy Want: Es ist die Festplatte, die alle Daten enthält. Der Rest dient nur zum Zugriff auf die Daten. Das Personal Server Concept soll die Festplatte visualisieren und jedem Computing Device über die drahtlose Verbindung zugänglich machen, so Want weiter. Als Remote Control für den bildschirmlosen Personal Server wurde auf dem IDF beispielsweise eine Uhr mit Display vorgeführt.

Alles drin: Dateien, Dokumente, Fotos, MP3s und Videos hat man mit Intels Personal Server Concept künftig in der Hosentasche.

Angetrieben wird der Personal Server von Intels XScale-Prozessoren. Die CPUs arbeiten normalerweise mit Taktfrequenzen bis 400 MHz und einer Leistungsaufnahme von durchschnittlich 411 mW. Bei einer Reduzierung der Taktfrequenz auf 33 MHz und unter Ausnutzung der Stromsparmechanismen der Xscale-Architektur lässt sich die Verlustleistung auf 45 mW drosseln. Im Sleep-Modus konsumiert der XScale-Prozessor nur 45 µA, reagiert aber noch auf Interrupts sowie Timer. Damit soll der Personal Server im Idealfall eine ganze Woche seine Daten-Server-Tätigkeit aufrecht erhalten können. Welche Akkutechnologie das Gerät letztendlich verwenden soll, wurde nicht bekannt gegeben.

Connected: Um den Dateizugriff auf den Personal Server zu ermöglichen, unterstützt das Gerät Standardprotokolle wie TCP/IP, HTTP und UPnP-Technologie.

Wann das Konzept zur Marktreife gelangt, hängt laut Roy Want auch von der Verfügbarkeit des Speichers ab. Zum Einsatz sollen Festplatten im CF-Format von Hitachis Microdrive kommen. Momentan sind 4 GByte serienreif, bei Compact-Flash-Karten bewegt man sich ebenfalls in dieser Größenordnung. Ideal für das Personal Server Concept wären laut Want zirka 100 GByte an Speicherplatz. Damit dürften erste Serienprodukte wohl nicht vor 2006 erhältlich sein.

Informationen zum XScale-Prozessor finden Sie in diesem Artikel. (cvi)