PowerLinux 7R4 mit Red Hat oder SUSE

IBM bietet Power-750-Server mit Linux an

IBM bietet seinen Power-750-Server - auf dem auch der Supercomputer Watson basiert - jetzt auch in einer Variante nur mit Linux an. Den PowerLinux 7R4 bezeichneten Server stattet IBM wahlweise mit einer Linux-Distribution von Red Hat oder SUSE aus.

Der PowerLinux 7R4 hat 32 Rechenkerne in vier CPU-Sockeln und soll Kunden ansprechen, die rechenintensive Workloads in Bereichen wie Analytics, Cognitive Computing oder Datenbank- und Web-Infrastrukturen auf einer Open-Source-Plattform betreiben wollen. Als Betriebssystem sieht IBM SLES 11 SP2 oder RHEL 6.4 vor; oder neuere Versionen. Im Rahmen einer Kooperation mit EnterpriseDB läuft auf der Maschine auch der "Postgres Plus Advanced Server", der als Alternative zu Oracle beworben wird und sowohl eine einfache und kostengünstige Migration ermöglichen als auch viele Oracle-basierende Anwendungen "nahezu unverändert" laufen lassen soll. Aber auch IBMs hauseigene Datenbank "DB2" (laut "Big Blue" bei Oracle-Migrationen im Schnitt zu 98 Prozent kompatibel) ist natürlich in einer Linux-Ausführung erhältlich.

Der Power 750 - nur mit Linux heißt er "PowerLinux 7R4".
Der Power 750 - nur mit Linux heißt er "PowerLinux 7R4".
Foto: IBM

Außerdem gibt es von IBM neue optimierte Linux-Versionen von IBM Cognos Business Intelligence sowie Websphere-Lösungen für Entwicklung und Betrieb Java-basierender Applikationen für Web-Clients und mobile Endgeräte. Insgesamt bietet Big Blue bereits 137 Softwarelösungen für seine drei Power Systems mit Linux - es gibt auch noch die kleineren "7R1" und "7R2" - an, darunter auch "Infosphere BigInsights" und "InfoSphere Streams".

Grundsätzlich kann man Linux natürlich auf allen aktuellen Power-Servern von IBM betreiben. Wer das neben dem Unix AIX oder IBM i tun möchte, kann einen Server mittels "PowerVM" virtualisieren. (Computerwoche/cvi)