Nebula

Ex-NASA-CTO startet Appliance für Private Clouds

Mit einer neuen Appliance von Nebula sollen Unternehmen bald einfacher Private Clouds aufbauen können. Hinter Nebula steckt Chris Kemp, seines Zeichens früherer CTO der US-Weltraumbehörde NASA und Mitgründer von OpenStack.

"Damit Untenrehmen Private Clouds akzeptieren, brauchen sie 'schlüsselfertige' Lösungen", sagt Kemp von Nebula. "Es kann nicht darum gehen, erst einen Mords-Consulting-Aufwand loszutreten und eine hochgradig angepasste Cloud zu entwickeln." Stattdessen hofft Kemp, dass die Anwender künftig sein Appliance kaufen - das Nebula-System hat einen 10-Gigabit-Switch und 48 Ports, über die man 24 2U-Server anbinden kann. Die OpenStack-Software steuert die für den Enterprise-Einsatz unabdingbaren Security- und Management-Features bei, um sicherzustellen, dass die Compliance- und Sicherheitsrichtlinien im Unternehmen erfüllt werden.

Anwender könnten theoretische hunderte Nebula-Appliances zusammenschalten und damit zehntausende Compute-Nodes und Petabytes Storage betreiben. Mit der nächsten Produktgeneration peilt Kemp sogar schon Exascale-Storage an.

Nebula-Appliance: Der Hersteller will eine schlüsselfertige Lösung für Private Clouds bieten.
Nebula-Appliance: Der Hersteller will eine schlüsselfertige Lösung für Private Clouds bieten.
Foto: Nebula

Das Schöne aus Nutzersicht sei: Das Nebula-Appliance ist für billigste Standard-Server wie die "C"-Serie von Dell oder Maschinen gemäß Facebooks "Open-Compute"-Projekt ausgelegt. Unternehmen sollen so in die Lage versetzt werden, ihre IT in ähnlicher Weise auszulegen wie Internet Konzerne vom Schlage Facebook und Google.

Über das letzte Vierteljahrhundert hinweg liefen Unternehmens-Applikationen eigentlich immer auf extrem hochverfügbarer Infrastruktur; die Anwender waren gezwungen, teure Hardware mit Ineffizienzen wie redundanten Netzteilen zu kaufen. "Die Internet-Konzerne haben das Gegenteil gemacht", erläutert Kemp, "nämlich gesagt: 'Lasst uns Infrastruktur-Services bauen, die wir skalieren und auf fundamental unzuverlässiger Hardware betreiben können". Wir bieten Unternehmen die Möglichkeit, die gleiche Architektur zu nutzen, die wir in diesen großen Internet-Firmen sehen."

Kommerziell wird es das Nebula-Appliance allerdings nicht vor 2012 geben. Im September beginnt die Firma erste Tests mit Kunden aus den Bereichen Biotech, Financial Services, Energie sowie Medien. Diese Piloten sollen bis ins erste Quartal kommenden Jahres dauern, danach wird das System allgemein verfügbar.

Der Preis für die Lösung ist noch nicht bekannt. Nebula ist damit unter anderem so früh an die Öffentlichkeit gegangen, weil es noch auf der Suche nach talentierten Mitarbeitern für die eigene Entwicklung ist. Bis dato sind bereits frühere Entwickler und Manager von unter anderem Google, Amazon, Dell, Rackspace und Microsoft mit an Bord. Finanziert wird Nebula von unter anderem Kleiner Perkins Caufield & Byers, Highland Capital Partners und Sun-Mitgründer Andy Bechtolsheim. (Computerwoche/cvi)