Europas schnellster Supercomputer in Jülich gestartet

Europas schnellster Supercomputer ist am Montag im Forschungszentrum Jülich, Nordrhein-Westfalen, in Betrieb gegangen. Der Computer hat eine Leistung von 45 TFlop/s.

Angeführt wird die aktuelle Liste der schnellsten Supercomputer der Welt derzeit von IBMs BlueGene/L. Dieser Rechner der amerikanischen Regierung ist mit 131072 PowerPC-CPUs bestückt und bietet eine Leistung von 280 TFlop/s. Europas neuer Spitzenreiter, der Supercomputer JUBL (Jülicher Blue Gene /L) ist dessen kleiner Bruder und arbeitet mit lediglich 16384 Prozessoren. Als Hauptspeicher stehen dem IBM-Supercomputer vier TByte zur Verfügung.

In der Rangliste ordnet sich JUBL auf Platz 6 der weltschnellsten Computer ein. Unter den rein wissenschaftlich orientierten Forschungseinrichtungen steht das Forschungszentrum Jülich weltweit sogar auf Platz 1.

Europas schnellster Rechner: Das schräge Design erleichtert die gleichmäßige Kühlung mit Luft, die von links nach rechts über die stromsparenden PowerPC-CPUs strömt. (Quelle: Forschungszentrum Jülich)
Europas schnellster Rechner: Das schräge Design erleichtert die gleichmäßige Kühlung mit Luft, die von links nach rechts über die stromsparenden PowerPC-CPUs strömt. (Quelle: Forschungszentrum Jülich)

Das John von Neumann-Institut in Jülich verfolgt ein duales Zukunftskonzept. Die neuen Blue Gene-Türme in der klimatisierten Jülicher Rechnerhalle werden ergänzt durch den bereits vorhandenen Supercomputer JUMP. Da Anwendungen mit größtem Rechenbedarf in der Zukunft auf JUBL gerechnet werden, haben die Nutzer nun mehr Platz, um mit JUMP ihre datenintensiven Probleme zu rechnen.

"Für das vom BMBF geförderte deutschen e-Science-Projekt D-Grid bauen wir zur Zeit ein Grid-System auf, das den Anwendern in ganz Europa einen komfortablen Zugang zu unserem Rechnerkomplex gestattet und die optimale Einbindung der Helmholtz-Zentren sowie deutscher Universitäten und Forschungsinstitute ermöglicht", freut sich Prof. Thomas Lippert, geschäftsführender Direktor des Jülicher John von Neumann-Instituts. Mehr als 200 europäische Forschergruppen nutzen derzeit die Rechnerkapazität in Jülich. (ala)

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