Erstes Transmeta-Notebook von Sony

Heute hat Sony das erste Notebook mit einem Transmeta-Prozessor vorgestellt. Das VAIO-Picturebook C1VE mit integrierter Digitalkamera soll noch im Oktober ausgeliefert werden. Ebenfalls neu: ein Einsteigermodell mit AMDs K6-2+.

Wie bereits berichtet, dürfte das C1VE damit das erste kommerzielle Produkt mit einem Prozessor von Transmeta sein, das in den Handel kommt. Die Preisempfehlung hat Sony leicht nach unten korrigiert: Unter 4500 Mark soll das neue Picturebook zu haben sein.

Dafür gibt es wie beim bereits getesteten Vorgängermodell ein "Micronotebook" mit einem TFT-Display von neun Zoll im Querformat mit 1024 mal 480 Punkten Auflösung. Die Festplatte fasst 12 GByte. Als Grafikchip kommt ATIs Rage Mobility zum Einsatz, der auch 3D-Spiele beschleunigt - die müssen allerdings auch entsprechende Breitbild-Auflösung beherrschen, um ohne allzu große schwarze Ränder zu laufen.

Crusoe inside: Sonys VAIO C1VE ist das erste Transmeta-Notebook.

Die CPU des neuen Picturebook ist Transmetas Crusoe TM5600 mit 600 MHz. Auf Grund der Funktionsweise der Codemorphing-Software des Crusoe musste Sony den Arbeitsspeicher gegenüber dem älteren Modell auf 128 MByte verdoppeln. Dafür verspricht sich Sony durch den stromsparenden Crusoe auch eine verdoppelte Laufzeit. Über zwei Stunden unter Voll-Last müssten also machbar sein. Sony gibt optimistisch "bis zu 2,5 Stunden" für das nur ein Kilo schwere Gerät an.

Die Softwareausstattung des C1VE ist ganz auf Multimedia getrimmt: Neben Bild- und Video-Bearbeitung verfügt das Notebook auch über eine Bilddatenbank, die Ausdrucke von gespeicherten Bildern mit der internen Kamera (640 mal 480 Punkte) über einen "CyberCode" erkennt. Höher aufgelöste Videos von DV-Kameras kommen über die integrierte i.Link-Schnittstelle (1394) in das VAIO; ausgegeben werden können die Filme auch analog über einen Video-Ausgang. Außerdem verfügt das C1VE auch über ein integriertes V.90-Modem.

Als Betriebssystem kommt Windows Me zum Einsatz - spannend bleibt, wie schnell diese Mischung aus 16- und 32-Bit-Code auf dem Crusoe-Konzept läuft.

Noch im September will Sony ein weiteres Notebook in den Handel bringen. Das F801 getaufte Gerät arbeitet mit AMDs K6-2+ mit PowerNow! bei 533 MHz und soll unter 3000 Mark kosten. Gespart wurde dafür am Diskettenlaufwerk, es ist nur optional erhältlich.

Mit PowerNow!: Das F801 soll unter 3000 Mark kosten.

Der Rest der Ausstattung entspricht der Preisklasse: Eine 6-GByte-Festplatte, 64 MByte RAM, ein 12,1-Zoll-TFT mit 800 mal 600 Punkten und ein 24fach-CD-Laufwerk sind geboten. Dazu kommen ein internes v.90-Modem und eine in dieser Klasse beachtliches Design mit nur 4,7 Zentimetern Dicke und drei Kilogramm Gewicht. (nie)