E Ink: Erstes Farb-Display mit elektronischer Tinte

E Ink hat den weltweit ersten Prototypen eines Farb-Displays gezeigt, das auf elektronischer Tinte basiert. Das Display mit einer Diagonale von fünf Zoll stellt bei einer Auflösung von 320 x 234 Pixeln 4096 Farben dar. Es soll ab 2004 in PDAs oder E-Books zum Einsatz kommen.

Den Prototypen hat E Ink gemeinsam mit Philips und Toppan entwickelt; Philips lieferte die Aktiv-Matrix-Schicht, die die einzelnen Bildpunkte ansteuert, Toppan den Farbfilter. Die elektronische Tinte besteht aus Millionen von Kügelchen, die in einer flüssigen Schicht gelagert sind.

Bunt: E Ink hat den weltweit ersten Prototypen eines Farb-Displays vorgestellt, das auf elektronischer Tinte basiert.

Die Kügelchen sind auf einer Seite mit einem positiv geladenen weißen Pigment und auf der anderen Seite mit einem negativ geladenen schwarzen Pigment versehen. Je nach Ladung der Transistorebene ist die schwarze oder die weiße Seite zu sehen, wodurch die grafische Darstellung von Text und Bildern möglich wird. Die Farbe entsteht durch die Farbfilter.

Da das neue Display elektronischem Papier ähnelt, sieht E Ink eine Menge Vorteile gegenüber herkömmlichen LCDs. So soll das "E-Paper" unter allen Blickwinkeln lesbar sein, ohne an Kontrast oder Helligkeit zu verlieren. Zudem sei der Stromverbrauch des Displays deutlich geringer, da der Inhalt des Bildschirms auch ohne Versorgungsspannung erhalten bleibt.

Farb-Displays benötigen bei PDAs und Notebooks im Vergleich zu anderen Komponenten die meiste Energie und sind dadurch hauptverantwortlich für die noch geringen Akkulaufzeiten der mobilen Geräte. Sollten sich die E-Ink-Bildschirme durchsetzen, könnte auf diesem Gebiet der Durchbruch gelingen. 2004 sollen die farbigen "Electronic Ink Displays" marktreif sein. Bereits im kommenden Jahr will Philips monochrome Versionen für PDAs auf Basis der E-Ink-Technik auf den Markt bringen. (jma)