e/home: Fraunhofer zeigt mobile Ad-hoc-Netze

Ein sich selbst organisierendes Kommunikationsnetz wollen Entwickler auf der Messe e/home in Berlin zeigen. "Wir bauen mobile Ad-hoc-Netze mit Forwarding Nodes auf", erklärt Markus Augel von der Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik (ESK).

Nutzer sollen über diese Netze mit mobilen Geräten drahtlos surfen oder Funktionen im Haus steuern können, ohne sich um Einrichtung oder Kompatibilität der Geräte kümmern zu müssen. Notebook, Handy und PDA bauen dabei ein Funknetz auf, das sich selbst organisiert. "Kern dieser Technik sind drahtlose Vermittlungsknoten, die Forwarding Nodes", erklärt Markus Augel. Diese Nodes verbinden mehrere Geräte gleichzeitig und leiten Daten von einem beliebigen Gerät zum anderen. "Bewegt sich der Nutzer im Haus, verändert sich seine Position zum Knotenpunkt. Die Verbindung kann abreißen. Um dieses Problem zu lösen, haben wir ein Handover-Verfahren für Bluetooth entwickelt", so Augel. Das "Handover" reicht eine schlechter werdende Verbindung zu einem besser positionierten Vermittlungsknoten.

Forwarding Node: Vermittler im drahtlosen Ad-hoc-Netz sind solche Knotenpunkte, hier ein Modell mit eingestecktem Bluetooth-Adapter. Quelle: ESK

Da PDA und Notebook nicht direkt miteinander kommunizieren, sondern über die Vermittlungsknoten, bedeuten mehr Knoten auch eine größere Reichweite in der so genannten "Multi-hop"-Kommunikation. Die Nodes selbst sind laut ESK kleine Kästchen, die lediglich Strom (Batterie oder dem Stromnetz) benötigen. Sie unterstützen Bluetooth und WLAN und sollen mit allen Geräten, die diese Standards unterstützen, funktionieren.

Der Prototyp, der bei der e/home in Berlin (1. bis 3. September, Halle 7.2 Stand 21) gezeigt wird, demonstriert die "Überall-Verbindung" im Haus. Mögliche Szenarien sind auch Einkaufzentren und Museen. (uba).