DataPlay bringt 500 MByte-Speicherzwerg in Q4

DataPlay hat bei der CES 2001 im Januar das optische Speichermedium DataPlay-Disc mit 250 und 500 MByte Kapazität vorgestellt. Jetzt hat das Unternehmen mit Imation einen Produzenten für das fünfmarkstückgroße Scheibchen gefunden.

Mobile Speichermedien mit bis zu 500 MByte zu einem Preis von etwa 10 US-Dollar. Das klang schon bei der ersten Vorstellung auf der CES verlockend, wir berichteten. Die kleine optische Speicherscheibe mit 32 mm Durchmesser steckt in einer Cartridge mit 39,5x33,5x3 mm. Die Übertragungsrate soll bei 1 MByte pro Sekunde liegen. DataPlay hat schon bei der CES für sich beansprucht, mit großen Partnern im Bunde zu sein, darunter Samsung, Toshiba und Imation. Imation hat sich nun vertraglich gebunden und produziert die DataPlay-Disc.

DataPlay-Disc: Klein, billig und mit bis zu 500 MByte Fassungsvermögen dennoch ein Speicherriese.

Im vierten Quartal sollen die Medien auf den Markt kommen, gefolgt von Geräten wie MP3-Playern. Preislich bleibt DataPlay vage. 12 US-Dollar heißt es, könnte die 500-MByte-Disk kosten, das 250-MByte-Medium die Hälfte. Die Disc soll auch vorbespielt auf den Markt kommen. Damit das revolutionär billige Medium eine Chance hat, bedarf es allerdings der Unterstützung der Gerätehersteller. Und auch dort sieht es viel versprechend aus. Erst Anfang des Monats hat DataPlay eine Finanzspritze in Höhe von 55 Millionen US-Dollar erhalten. Unter den Geldgebern waren unter anderem auch Intel und Eastman Kodak und Olympus. Toshiba und Samsung haben bei der CES bereits Prototypen von Audio- und MP3-Playern für das Medium gezeigt. Details zur DataPlay-Disc erfahren Sie im Report Mobile Speichermedien. (uba)