Computex: Transmeta-Produkte im Kommen

Die Anfang des Jahres vorgestellten Crusoe-Prozessoren von Transmeta sind auf der Computex wieder aufgetaucht. ALi zeigt Board-Lösungen und Twinhead will im Oktober erste Notebooks mit dem Stromsparwunder auf den Markt bringen.

ALi zeigt auf der Computex eine 64-Bit-Prozessorkarte mit Crusoe-CPU vom Typ TM 3120 und verwendet als Southbridge einen modifizierten ALi-M1535-Chip. Die Northbridge-Funktionen sind bei Transmeta schon im Prozessor integriert. Zwei DIMM-Sockel können handelsübliche DIMMs für den Arbeitsspeicher aufnehmen. Die Prozessorkarte befindet sich nach Aussagen von ALi noch im Sample-Stadium, soll aber in Kürze produktionsreif sein.

Der Transmeta-Prozessor als Steckkartenlösung ist für Set-Top-Boxen und IA-Geräte interessant.

Serienreif hingegen ist ALis Mobile-Lösung mit dem Transmeta-Prozessor TM 5400. Als Southbridge findet ebenfalls wieder ein modifizierter ALi-1535-Chip seine Verwendung. Abnehmer für das Board wurden noch nicht genannt. Neben Notebooks von Acer steht Twinhead als potenzieller Kandidat im Verdacht. Auf Nachfrage von tecChannel bestätigte der Hersteller, im Oktober ein erstes Transmeta-Notebook auf den Markt zu bringen.

ALi Transmeta Mobileboard: Eine fertige Systemplatine für Notebooks mit Transmetas Crusoe-Prozessor.

Sehr zurückhaltend sind die Hersteller allerdings, wenn es um Performance-Fragen und Akkulaufzeiten geht. Einem Twinhead-Mitarbeiter war nach hartnäckigem Nachfragen zumindest zu entlocken, dass ein Notebook, statt der üblichen drei Stunden, mit der Transmeta-CPU nun auf zirka sechs Stunden Laufzeit kommen soll. Hier könnte die geringe Stromaufnahme des Transmeta-Prozessors tatsächlich Früchte tragen.

Weitere Details zur Transmeta-Architektur finden Sie in unserem Grundlagen-Beitragzum Crusoe. (cvi)