CeBIT: Mini-PC sucht Anschluss

Die NEOLEC Technology GmbH zeigt auf der CeBIT einen Mini-PC in der Größe eines CD-Laufwerks. Entgegen dem Legacy-Free-Konzept anderer Hersteller bringt der sogenannte "Pocket PC" die volle Anschlusspalette nebst TV-Out und IrDA mit.

Der 147x153x53 Millimeter messende Zwerg wiegt knapp ein Kilogramm und ist dennoch ein vollwertiger PC. Derzeit tut ein Pentium III mit 800 MHz, der auf 128 MByte RAM (bis 256 MByte) zurückgreifen kann, im Pocket PC seinen Dienst. Eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 20 GByte (bis 40 GByte) und ein CD-Laufwerk (wahlweise DVD oder Brenner) sind ebenfalls integriert. Im kurzen Probebetrieb in der Redaktion von tecChannel.de leistete der Taschen PC ohne Murren seinen Dienst. Der nach oben blasende Lüfter läuft leise und lässt einen Einsatz auf dem Schreibtisch zu.

Pocket PC: Im Winzling steckt ein vollwertiger Computer mit vielen Anschlussmöglichkeiten.

Reichlich ausgestattet ist der Kleine mit Anschlussmöglichkeiten. Serielle und parallele Schnittstellen sind ebenso vorhanden wie zwei USB-Anschlüsse. Ein integriertes V.90-Modem und 10/100-Ethernet sorgen für den Anschluss ans Internet oder Netzwerk. Zu den Besonderheiten zählen Infrarot-Schnittstelle und ein TV-Ausgang. Auf Reisen soll der Pocket PC mittels S-Video-Port (PAL/NTSC) an ein Fernsehgerät anschließbar sein, das dann den Monitor ersetzt. Mikrofon und Kopfhörer/Boxen können ebenfalls angeschlossen werden.

Drangvolle Enge: Im Inneren herscht Platzmangel. Bis auf ein Diskettenlaufwerk ist alles integriert.

Der Taschen-PC ist zwar auf einen Stromanschluss und einen Bildschirm angewiesen, dennoch will NEOLEC Technology auf der CeBIT die Besucher von seinen mobilen und platzsparenden Vorzügen überzeugen. Statt der Wechselplatte nimmt man den PC in die Aktentasche. Platz für den Pocket PC ist in jedem Büro und auf jeder Ladentheke. Zu den weiteren Vorschlägen der Firma NEOLEC zählt die Walk-PC-Variante mit externem Akkupack, Bedien-Joystick und Shutterbrille statt Monitor. Auf der CeBIT ist das Gerät in Halle 13, Stand A55 zu sehen. Preislich soll der Pocket PC rund 700 Mark über einem PC mit vergleichbarer Ausstattung liegen.

Schwierigkeiten wegen des Namens "Pocket PC", der auch die von Windows CE angetriebenen Stift-PDAs beschreibt, erwartet NEOLEC im übrigen nicht - die Anwälte prüfen noch. (uba)