CeBIT: Meta Pad - IBMs mobiles Chamäleon

Mit der Konzeptstudie Meta Pad stellt IBM bei der CeBIT ein Produkt seiner Forschungsreihe zum Pervasive Computing (PvC) vor. Die Mixtur zwischen PC und PDA soll zeigen, wie IT zum Begleiter in Beruf und Alltag werden kann.

Um keine falschen Hoffnungen zu wecken, teilt IBM vorsorglich mit: "Das Meta Pad ist ein reines Forschungsprojekt von IBM Research. IBM hat nicht geplant, aus dem mobilen Gerät ein serienmäßiges Produkt zu erstellen."

Das Meta Pad hat laut IBM die volle Funktionsfähigkeit eines PCs. Der winzige Computerkern hat zwar nur die Größe eines Handhelds, verfügt aber über einen Low-Power-Prozessor mit 800 MHz, 128 MByte Arbeitsspeicher, eine 5-GByte-Festplatte sowie eine 3D-Graphik-Karte. Das Meta Pad läuft mit Windows-XP und ermögliche damit den Einsatz aller gängigen Windows-Anwendungen.

Meta Pad: Die Studie soll IBM lehren, wie Benutzer mit mobilen Geräten umgehen und welche Hardware sie benötigen.

Dieser PC-Core bildet die Basis für den modularen Einsatz des Meta Pad. Der Core kann in Verbindung mit einem speziell entwickelten Touchscreen als Handheld benutzt werden. In einer Tischstation wächst er zum PC und in einem ThinkPad-Gehäuse zum Laptop. Der Computerkern wiegt nur 250 Gramm, alle Komponenten seien auf ein Minimum reduziert worden. Zum Energieverbrauch macht IBM keine Angaben.

Wandlungsfähig: Je nach Einsatz verwandelt sich der Core (rechts) in einen PDA oder einen Desktop, der mit einer 800-MHz-CPU genügend Dampf mitbringt.

Das Meta Pad dient der IBM Forschung dazu, um Software, Middleware, Komponenten und Infrastruktur zu untersuchen, die für zukünftige tragbare Endgeräte benötigt werden. Mit der Reduzierung eines Standard-PC auf die Größe eines Handhelds erwarte die IBM Forschung neue Aufschlüsse über die Nutzungsgewohnheiten des Menschen im Umgang mit dem PC. (uba)